Eddie Redmayne: Großes Talent mit tadellosen Manieren

Eddie Redmayne
Für Eddie Redmayne ging ein Traum in Erfüllung. Foto: © deutsche presse agentur
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Oscar-Preisträger Eddie Redmayne und Autorin Joanne K. Rowling sind im zweiten Anlauf zusammengekommen. In der fünfteiligen "Harry Potter"-Spin-Off-Kinoserie "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" spielt Redmayne die Hauptfigur Newt Scamander.

Als Teenager hatte der Schauspieler für die Rolle des Tom Riddle in einem "Harry Potter"-Film vorgesprochen - ohne Erfolg. "Da hab ich es nicht mal geschafft, den Casting-Direktor zu treffen", sagte Redmayne (34) kürzlich dem Magazin "Neon".

Inzwischen ist der schmale Brite mit dem rötlichen Haar alles andere als ein Nobody: Seit seiner Glanzleistung in der Stephen-Hawking-Biografie "Die Entdeckung der Unendlichkeit" ist er ein Star, räumt Preise ab, unter anderem im Februar 2015 den Oscar. In diesem Jahr war er für die Rolle einer intersexuellen Malerin in "The Danish Girl" für einen weiteren Oscar nominiert.

Vor seinem Erfolg als junger Hawking hatte kaum ein Agent Redmayne auf dem Schirm. Inzwischen liegen ihm die britischen Medien zu Füßen, wo er auftaucht, kreischen die Teenager. In der Öffentlichkeit strahlt er mit Ehefrau Hannah Bagshawe um die Wette, die beiden bekamen im Juni ihr erstes Kind, ein Mädchen mit dem Namen Iris Mary.

Nach seinem Durchbruch wirkte Redmayne bei den vielen Ehrungen manchmal etwas schüchtern. Doch an den Rummel hat sich der gebürtige Londoner gewöhnt und nimmt ihn mittlerweile gelassen hin.

Seine tadellosen britischen Manieren sind ihm dabei geblieben. Redmayne stammt aus gutem Hause und ging gemeinsam mit Prinz William (34) auf das vornehme englische Jungeninternat Eton. Er hatte dort nach eigenen Worten aber wenig mit dem Royal zu tun. Anschließend studierte er Kunstgeschichte an der Elite-Universität Cambridge.

Für Schauspiel interessierte er sich früh, als einziger in seiner Familie. Als Zwölfjähriger spielte er Theater am Londoner Westend, 2006 hatte er in "Verwandte Seelen" seine erste Kinorolle.

So routiniert der Brite inzwischen auch über rote Teppiche geht, so schwierig war für ihn die Arbeit an dem neuen Film, für den Rowling die Drehbücher schreibt. Einige Szenen wurden mit Greenscreen-Technik gedreht. Dabei wird ein Szene im Studio vor einer kahlen grünen Wand gedreht und später ein Hintergrund eingefügt. "Manche Schauspieler können das ja. Die tauchen am Set auf, sprechen mit Tennisbällen und verschwinden wieder. Ich habe keine so gute Vorstellungskraft", sagte der Brite.


Quelle: DPA
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