Edathy-Urteil: Til Schweiger ist "wütend...!!!"

Jan Leyk
Jan Leyk macht keinen Hehl aus seiner Wut: Die milde Strafe für Sebastian Edathy macht ihn fassungslos © Getty Images, Christian Augustin

5.000 Euro und die Angelegenheit ist vom Tisch: Viele Promis ärgern sich über die sehr milde Strafe im Kinderporno-Skandal um Sebastian Edathy. Allen voran 'Berlin - Tag & Nacht'-Star Jan Leyk, der besonders drastische Worte findet. "Sie sind ein perverses, selbstverliebtes, widerwärtiges, krankes und hochgradig pädophiles Dreckschwein", beschimpft er den Ex-SPD-Politiker.  

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Schauspieler äußert sich auf Facebook

Auch Til Schweiger ist fassungslos. "So eine Meldung gepaart mit dem Edathy-Urteil muss doch jedem Pädophilen so richtig Mut machen", wetterte er auf seiner Facebook-Seite. "Es ist an der Zeit Gesetze zu ändern." Ein Fußball-Star wie Marco Reus würde wegen Fahrens ohne Führerschein zu 500.000 Euro Strafe verurteilt, obwohl er niemanden verletzt habe, so Schweiger weiter. Edathy dagegen habe "Videos konsumiert, die so viele Kinder direkt verletzt und zerstört haben". Dass Edathy dafür nur 5.000 bezahlen soll, kann der 51-jährige Hamburger nicht fassen: "Irgendwas stimmt hier nicht! Ich bin wütend!"

Ex-Fußballer und 'Let’s Dance‘-Teilnehmer Hans Sarpei twitterte: "Die Edathy-Entscheidung ist unfassbar dumm und dreist. Für mich ist der Besitz von derartigem Material ein Verbrechen und kein Vergehen." Die dreifache Mutter Natascha Ochsenknecht bezeichnete das viel diskutierte Urteil via Facebook als "(…) Freifahrtsschein für alle, die dafür zahlen würden".

Die Staatsanwaltschaft Hannover erhob Anfang 2014 vor dem Landgericht Verden Anklage gegen Sebastian Edathy wegen des Besitzes von kinderpornografischen Fotos und Videos. Am gestrigen Montag räumte Edathy die Vorwürfe in einer Erklärung seines Anwalts ein. Wegen der geringen Schwere der Schuld wurde das Gerichtsverfahren daraufhin gegen Zahlung von 5.000 Euro zugunsten des Kinderschutzbundes eingestellt. Doch der will das Geld gar nicht haben. Um nicht den Eindruck zu erwecken, dass ein 'Freikauf' möglich sei, hat der Kinderschutzbund das Gericht gebeten, einen anderen Empfänger für die Geldauflage zu benennen. Jan Leyk hatte zuvor angeboten, doppelte Summe zu zahlen, wenn der Kinderschutzbund das "beschmutze Geld eines erbärmlichen Mannes" ablehnt. Nun lässt er seinen Worten Taten folgen: In einem Video-Statement betont er, dass er sein Versprechen hält und zahlt.

Sebastian Edathy zeigte sich bisher in keinster Weise reumütig, noch entschuldigte er sich bei den Opfern. Einen Austritt aus der Partei wurde ihm vom Vorstand nahegelegt.

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