Ecclestones Tochter sollte entführt werden

Bernie und Tamara Ecclestone
Bernie und Tamara Ecclestone bei der F1-Party im Battersea Park in London © Credit Mandatory: Cameron Clegg/WENN.com, JCH

Bernie Ecclestone wurde erpresst. Ein 41-jähriger, geschiedener Vater zweier Kinder hat gedroht, Ecclestones Tochter Tamara zu entführen, falls er nicht 900.000 Pfund (1,14 Millionen Euro) vom F1-Boss erhalte. Das berichtet die 'Sun'.

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Die Entführung scheiterte aber kläglich, zu einer Geldübergabe kam es nie. Stattdessen landete der Erpresser hinter Gittern. "Das war ein primitiv ausgeführter und dilettantischer Versuch, an Herrn Ecclestones Geld heranzukommen", sagte Staatsanwalt Philip Lemoine der 'Sun'.

Bagatellisieren wollte Lemoine die angedrohte Entführung aber nicht. "Es war vielleicht amateurhaft, aber es war eine gezielte Bedrohung, die Herr Ecclestone ernst genommen hat", sagte Lemoine. "Die Auswirkungen auf das Privat- und Berufsleben von Tamara Ecclestone waren erheblich."

Der Erpresser, von Beruf Zahn-Techniker, ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Das Gericht verhängte gegen ihn eine nächtliche Ausgangssperre sowie ein Kontaktverbot zur Familie Ecclestone. Zudem erwartet ihn eine Geldstrafe. Falls er versuche, die Familie auf irgendeine Art zu kontaktieren - direkt oder über eine dritte Person, per E-Mail oder Anruf - verstoße er gegen die Auflagen und müsse zurück in Haft, sagte Richter Justin Barron.

Ecclestone: Erpressungen und Schmiergeldaffäre

Es war nicht das erste Mal, dass Ecclestone, der mit einem geschätzten Vermögen von über 3 Milliarden Euro zu den reichsten Menschen der Welt gehört, mit seiner Tochter erpresst wurde. So warten zwei weitere Männer auf ihr Verfahren, weil sie versucht haben, 200.000 Pfund (253.000 Euro) vom 81-Jährigen zu erpressen. Ansonsten wollten sie Einzelheiten aus Tamaras Liebesleben veröffentlichen.

Auch um Ecclestone selbst rankt sich derzeit eine Schmiergeldaffäre. Das ehemalige Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowsky, beschuldigt den Briten, ihn 2005 mit 44 Millionen Dollar (36 Millionen Euro) bestochen zu haben, um die Anteile der Landesbank an der Formel 1 zu verkaufen.

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