Dustin Hoffman kritisiert Rassismus in Amerika

Dustin Hoffman kritisiert Rassismus in Amerika
Dustin Hoffman © Cover Media

Laut Dustin Hoffman (78) ist "unterschwelliger Rassismus" dafür verantwortlich, dass bei den Oscars in diesem Jahr nur Weiße auf einen Preis hoffen dürfen.

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Es hat sich nichts geändert

Seitdem die Nominierungen für die diesjährigen Academy Awards bekannt gegeben wurden, ist in Hollywood eine große Diskussion über Rassismus entbrannt, da sich nicht ein Schwarzer unter den Nominierten befindet. Zahlreiche Stars wie Lupita Nyong'o, George Clooney, Jada Pinkett Smith und Spike Lee kritisierten die Jury bereits, jetzt meldete sich auch zweifache Oscarpreisträger Dustin Hoffman ('Rain Man') zu Wort und nahm dabei kein Blatt vor den Mund. Der 'BBC' sagte er:

"In unserem Land gibt es einen unterschwelligen Rassismus und das schon lange. Das Ende des Bürgerkriegs hat daran nichts geändert, das war ja erst vor 200 Jahren. Ich meine, das ist einfach nur ein Beispiel. Ein größeres Problem als schwarze Entertainer, die nicht nominiert werden, ist, dass junge Schwarze von der Polizei auf der Straße getötet werden."

Dass es keine schwarzen Anwärter für den Oscar gab, kann als Ausrede nicht gelten. Idris Elba (43) etwa lieferte in 'Beasts of No Nation' eine beeindruckende Darstellung ab, die von Kritikern weltweit gefeiert wurde. Er wurde dafür für einen Golden Globe nominiert. Auch Will Smith (47) war im Rennen um einen Golden Globe, nachdem er die Jury in 'Erschütternde Wahrheit' überzeugen konnte. Während Will sich nicht zu den Oscars äußerte, rief seine Frau Jada (44) zum Boykott der Preisverleihung auf. Idris Elba ging derweil mit der ganzen Branche hart ins Gericht. Laut der 'BBC' sagte er: "Man muss die Frage einfach stellen: Spielen schwarze Leute normalerweise Kriminelle? Sind Frauen immer 'die Freundin' und reden sie vor allem über Männer? Werden Homosexuelle als Stereotypen dargestellt? Sieht man Menschen mit Behinderung überhaupt?"

Cover Media

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