Duffy im Interview: Musik, Mode, Styling

Duffy im Interview: Musik, Mode, Styling
Nach drei Brit Awards, einem Grammy und zahlreichen Gold- und Platin-Platten, gönnte sich die Duffy eine Auszeit.

Duffy hätte ihre Musik-Karriere fast aufgegeben

Duffy feierte mit ihrem Debüt-Album "Rockferry" 2008 große Erfolge - Songs wie "Mercy" und "Warwick Avenue" gingen ins Ohr und nicht mehr heraus. Für die damals 24-jährige Soul-Sängerin war es nicht einfach, trotz Ruhm noch die Selbe zu bleiben. Doch Duffy hat sich neu sortiert und ist wieder da - mit ihrem neuen Album "Endlessly". Wir trafen die zuckersüße und äußerst sympathische Waliserin zum Interview. Duffy spricht über ihre Musik, Mode und ihr Styling-Vorbild.

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Duffy ist nicht dein Vorname, sondern dein Nachname - ist es nicht komisch, dass dich jeder mit deinem Nachnamen anspricht?

Duffy: Nein, in vielerlei Hinsicht ist das für mich beruhigend. Schon als Kind wurde ich Duffy genannt und deshalb fühlt es sich sehr vertraut an, wenn andere Menschen mich so nennen. Außerdem habe ich sehr hart daran gearbeitet, meinen Namen zu etablieren. Das ist alles, was ich habe - alles andere bedeutet mir nichts, aber mein Name ist mir wichtig.

Fast hätte es dein zweites Album nicht gegeben - du hättest beinahe deine Musikkarriere aufgegeben. Was hat dir die Kraft gegeben, doch weiterzumachen?

Duffy: Für mich gibt es eigentlich keinen Unterschied zwischen meiner Karriere und meinem Leben - es ist im Prinzip dasselbe. Ich würde sagen, mein Leben hing in der Schwebe. Wer bin ich? Was werde ich machen? Wie werde ich sein? Was wird mein nächster Schritt sein? Es war so als würde ich Schach spielen - kurz pausieren - und denken: Okay, dieser nächste Schachzug ist wichtig für mich. Die Entscheidungen, die ich treffe, sind wichtig für mich. So war es. Ich habe mir keine Gedanken über Karriere gemacht - ich weiß eigentlich gar nicht, was das ist. Ein Anwalt hat eine Karriere. Ich habe Gesang studiert, bin Sängerin - das ist mein Leben!

… das erinnert mich an "Hard for the Heart", einen deiner neuen Songs. Dort singst du "Das Leben ist ein Spiel"…

Duffy: Ja genau, das ist das Motto einer guten Freundin: "Das Leben ist ein Spiel - wir spielen alle nur eine Rolle“. Ich mochte einfach die Idee!

Das neue Album von Duffy: Tanzbar und verträumt

"Endlessly" ist ein Lovesong, der verträumt wirkt. Trifft das auch auf dich zu?

Duffy: Ich denke alle Songs, die ich schreibe, beruhen - leider - auf Erfahrungen. Ich kann solche Songs nicht ohne Vorgeschichte, Wissen oder eigene Erfahrungen schreiben. Davon abgesehen ist mir bewusst, dass sich die Gesellschaft verändert. Es gibt immer mehr Statistiken über Scheidungen und Partnerschaften. Wir gehen irgendwie wieder zurück in die 70er, wo Heiraten gängig war. Ich denke, eigentlich sehnen wir uns auch danach, egal was passiert, egal was wer sagt oder was die Zeit bringt. Wir werden immer nach Liebe und einem Gefährten suchen - so wie Schwäne. Und darum geht es auch in "Endlessly".

Bist du ein romantischer Typ? Wenn ja, wie macht sich das bemerkbar?

Duffy: Das muss ich wohl sein. "Romantisch" ist für mich aber kein Adjektiv – es ist vielmehr ein Verb, etwas, was ich tue. Sensibel bin ich, ja. Altmodisch? Ja. Schnell verletzt? Leider auch.

Die erste Single deines zweiten Albums heißt "Well, Well, Well". Der Song ist energiegeladen und tanzbar. Tanzt du selbst auch gerne?

Duffy: Mein Freund liebt es, zu tanzen. Er tanzt bei jeder Gelegenheit, er gibt sich supercool! Aber in diesem Song ging es mir vor allem um die Musiker, die daran mitgearbeitet haben - The Roots. Ein Mädchen aus Wales, gemischt mit amerikanischem HipHop - der Song soll dich einfach nur zum Tanzen bringen! Ich wollte etwas Frisches, Überraschendes machen, ohne Eile. Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis, ich liebe es, den Song zu singen und ihn zu hören.

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