Düstere Melodien von Hugo Race Fatalists

Hugo Race Fatalists
Kein Lächeln: Hugo Race Fatalists. Foto: Glitterhouse © DPA

Gitarre, Kontrabass, dezentes Schlagzeug, ab und an eine wabernde elektrische Gitarre mit viel Tremolo: Der Titelsong konzentriert sich ganz auf das fast geflüsterte Duett von Hugo Race und der Sängerin Angie Hart.

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Die Platte "24 Hours to Nowhere" (Glitterhouse/Indigo) hat Race, in den 1980er Jahren Gründungsmitglied der Bad Seeds, mit den Fatalists aufgenommen, hinter denen sich die italienische Band Sacri Cuori verbirgt. Herausgekommen ist ein für Race's Verhältnisse geradezu melodisches Album.

"Im Vorfeld der Produktion hörte ich viele Songwriter der 60er und 70er Jahre wie Tim Hardin und Fred Neil", sagt der in seine Heimat Australien zurückgekehrte einstige Weltenbummler. "Ich wollte eine ähnlich warme Stimmung wie sie auf dem Album kreieren, musikalisch vielschichtig."

Letztlich bleibt er zwar seinem düsteren Post-Industrial Trance-Blues treu, im Vergleich zu früheren Alben setzte er aber deutlich stärker auf Melodien - nicht nur beim melancholischen Hardin-Cover "It'll Never Happen Again", sondern auch bei seinen Eigenkompositionen wie "No God In The Sky" oder "Lost In The Material World". Ausklingen lässt er das Album mit dem Byrds-Klassiker "Ballad of Easy Rider" - ein herrlicher Schluss für eine äußerst starke Platte.


dpa
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