'Du gehörst mir': So wird der 'Tatort' in Ludwigshafen am Sonntag

So wird der Ludwigshafen-"Tatort" am Sonntag
Ulrike Folkerts verbringt in "Du gehörst mir" auch viel Zeit an Krankenbetten © SWR/Alexander Kluge

Odenthal und Kopper gehen gemeinsam mit LKA-Kollegin Stern in der Pfalz auf Täter-Jagd. Mit viel klischeebeladenen Bildern ermitteln sich Ulrike Folkerts, Andreas Hoppe und Lisa Bitter dabei durch Ludwigshafen. Da gibt es neben dem verrohten Rapper mit wilden Tattoos und Aufsteck-Goldzähnen auch die Anabolika-aufgepumpten, Testosteron-strotzenden Bodybuilder, die hinter jedem Rock her sind und Frauen wie Dreck behandeln. Straight Outta Pfalz...

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"Du gehörst mir"

Die Krone der Stereotypen setzt aber die Empfangsdame im Fitnessstudio auf: Mit Flechtzöpfchen aber wenig Verstand ausgestattet, mimt sie die billige Studio-Mätresse, die ihre Liebhaber auf dem Klo vernascht, heimlich fotografiert und die Bilder auf Facebook teilt. Puh... Doch der Reihe nach:

 

Worum geht es?

 

In einem Ludwigshafener Parkhaus wird Bodybuilder Tarim Kosic ermordet. Bei der Untersuchung seiner DNA stellt sich heraus, dass Kosic der mutmaßliche Täter in einer wenige Wochen zurückliegenden Vergewaltigung ist. Die junge Tänzerin Marie Rainers wurde dabei so schwer verletzt, dass sie seitdem im Koma liegt. Tag und Nacht sitzt ihre Mutter Birte verzweifelt am Krankenbett - ist es denkbar, dass sie in ihrem Schmerz zur Mörderin aus Rache wurde?

Lena Odenthal, Mario Kopper und Johanna Stern kommen aber auch auf die Spur des jungen Rappers Yago Torres. Er behauptet, in Marie verliebt zu sein, hatte aber keinen Erfolg, wie ihre Freundin Evelyn berichtet. Kommt er als Täter infrage, weil er seine Liebe beweisen wollte? Als Lena Odenthal und ihr Team herausfinden, dass auch Kosics Kumpel Daniel Peters an der Vergewaltigung beteiligt war, hoffen sie mit seiner Hilfe weiterzukommen. Doch als Kopper und Johanna Stern Peters verhören, bricht er zusammen und stirbt.

 

Lohnt sich das Einschalten?

 

So viel sei vorab verraten: Am Ende des Krimis gibt es nur Verlierer. Die Macher des neuen Ludwigshafen-"Tatorts" setzen auf viel Tragödie und Melancholie. Auch im privaten Bereich der beiden Hauptkommissare Odenthal und Kopper geht es drunter und drüber. Gelacht wird in Ludwigshafen in dieser Episode mit Sicherheit nicht - wenn dann nur unfreiwillig über die billig bedienten Stereotypen. Die Handlung an sich ist recht simpel gestrickt und wer nur ein wenig mitdenkt, weiß relativ schnell, wer am Ende der Täter sein wird.

Fazit: Die Schwermütigkeit, die in dieser "Tatort"-Folge in jeder Sekunde mitschwingt, ist zwar gewollt, sicher aber nicht jedermanns Sache. Die oberflächlichen Klischees sind allerdings wirklich nur schwer zu ertragen. Unterm Strich ein eher schwächerer "Tatort"...

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