'DSDS'-Liebling Helmut Orosz wollte sterben!

Helmut Orosz DSDS 2010
Superstar-Kandidat Helmut Orosz litt unter Depressionen © RTL / Stefan Gregorowius, Hans-Peter Dahlhausen

"Die Depressionen haben mich aufgefressen!"

Schockierendes Geständnis von 'DSDS'-Star Helmut Orosz: Vor fünf Jahren wollte sich der gebürtige Braunschweiger das Leben nehmen! Damals hat er sich die Pulsadern aufgeschlitzt. Das erzählte er der 'BamS'. "Meine Depressionen waren irgendwann so schlimm, dass ich versucht habe, mich umzubringen“, erzählt er. "Ich habe mich in die Badewanne gelegt, Wasser einlaufen lassen, ein Messer genommen und mir die Pulsadern aufgeschnitten. Plötzlich war überall Blut, mir wurde schwindelig, mehr weiß ich nicht mehr.“

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Sein damaliger Mitbewohner fand ihn zum Glück rechtzeitig. "Ich saß benommen in dem roten Wasser. Mein Kumpel rief den Notarzt, im Krankenhaus habe ich sofort eine Bluttransfusion bekommen. Fünf Tage später ging es mir besser. Aber gesund war ich noch lange nicht.“

Depressionen waren schon immer ein Teil von Helmuts Leben. "Ich war schon als Kind leicht depressiv, außerdem Außenseiter. Die anderen fanden mich seltsam und mysteriös, ich stand immer außerhalb.“ Außerdem litt Helmut an ADHS, der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. "Mit 15 Jahren bekam ich Ritalin, ein ruhigstellendes Medikament. Ich lief wie ein Roboter durch die Gegend, war benebelt und betäubt. So konnte ich meine Musik gar nicht mehr ausleben, war nicht mehr kreativ.“ Helmut setzte das Ritalin wieder ab. und drei Jahre lief auch alles gut. Doch die Depressionen und das Gefühl der Unzulänglichkeit kehrten zurück und stürzten Helmut in den Drogensumpf: "Meine Einstiegsdroge war Kokain, ich war 19. Als ich abends mit Freunden unterwegs war, wurde es mir angeboten. Ich hab’s probiert.“ Um zu betäuben, was ihn so oft zerriss. Helmut: "Die Depressionen haben mich aufgefressen. Ich wollte nichts mehr merken, mich in Luft auflösen.“

Die Musik gab ihm in dieser Zeit viel Kraft. "Mit 23 habe ich angefangen durch Deutschland zu touren. Ich wollte das Ding allein durchziehen, habe nur noch Nähe zu Menschen gesucht, die ich nicht kannte. Irgendwann war ich durch diese Angst vor echter Nähe total vereinsamt.“

All das endete in dem tragischen Selbstmordversuch, an den heute nur noch Narben am Handgelenk des Musikers erinnern, die er stets mit einem Lederarmband kaschiert: "Ich hatte damals leider nicht den Mut, anderen Menschen ins Gesicht zu sagen: Helft mir! Heute würde ich es anders machen.“ Dich damit war der Tiefpunkt noch nicht erreicht: Kurze Zeit später erwischte Helmut seine damalige Freundin mit seinem besten Freund im Bett. Bei einer anschließenden handfesten Auseinandersetzung brach er ihm die Nase, ohrfeigte seine Freundin. Das Ergebnis: Helmut musste zwei Jahre ins Gefängnis. "Vor der Urteilsvollstreckung wies ich mich selbst in die Psychiatrie ein, blieb dort zwei Monate. Letztendlich hat mich der Knast gerettet, war mein Wecker.“ Im August 2009 wurde er wegen guter Führung vorzeitig entlassen.

Heute geht es Helmut wieder besser. Er hat gelernt. mit den Depressionen umzugehen und sein Leben zu leben. "Ich bin heute zufrieden mit mir selbst, habe gelernt mich zu lieben. Wenn ich lächle, dann nicht mehr gekünstelt. Ich war 27 Jahre eingesperrt in mir selbst - jetzt lebe ich endlich.“

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