DSDS-Gewinner Severino Seeger: Jetzt sprechen die angeblichen Opfer über die Betrugsvorwürfe

Betrugs-Vorwürfe um DSDS-Sieger Severino Seeger: Jetzt sprechen die angeblichen Opfer.
DSDS-Sieger Severino Seeger ein Betrüger? Das sagen die angeblichen Opfer. © dpa, Ingo Wagner

Severino Seegers angebliches Opfer: "Das Geld war für meine Beerdigung"

Betrugs-Vorwürfe nach DSDS-Sieg: Severino Seeger (28) soll nach Angaben der 'Bild'-Zeitung neun Rentnerinnen um 19.000 Euro betrogen haben. Ob die Vorwürfe wirklich stimmen, muss allerdings noch geklärt werden. Drei von den vermeintlichen Betrugs-Opfern haben jetzt im Interview mit dem Blatt darüber gesprochen, was er ihnen angeblich angetan haben soll.

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Im Mai 2013 soll Severino laut 'Bild'-Angaben bei Mathilde Orth (Name wurde von 'Bild' geändert) angerufen und sich als Herr Schulz von ihrer Bank ausgegeben haben. "Ob ich Geld daheim hätte, fragte er. Die Raiffeisenbank hätte Falschgeld ausgegeben. Er sagte, er schickt einen Mitarbeiter, der das Falschgeld abholt", erzählt die 88-Jährige.

20 Minuten später soll Severino an der Tür geklingelt und das Bargeld angeblich mitgenommen haben. "Er sagte, er kommt in 20 Minuten wieder, mit echten Scheinen", so Mathilde Orth. Doch Severino sei nie zurückgekommen. Nach einem Anruf bei der Bank hieß es, es gebe keinen Herr Schulz. "Mein ganzes Erspartes ist fort. Es war für meine Beerdigung."

Genauso soll er im März 2013 mit Anna Kahlert (Name wurde von 'Bild' geändert) vorgegangen sein. Sie schäme sich, so dumm gewesen zu sein. "Ich gehe nicht mehr fort", sagt sie. "Ich kriege keinen Besuch mehr. Ich bin einsam. Ich heule die ganze Nacht. Ich bin den ganzen Tag allein."

Bei Martha Diez (Name wurde ebenfalls von 'Bild' geändert) sei die Polizei dem Betrüger angeblich auf die Schliche gekommen. Die 89-Jährige soll im Juni 2013 einen Anruf erhalten haben, bei dem ihr mitgeteilt wurde, dass angeblich 2.500 Euro von ihrem Konto nach Kanada überwiesen wurden. "Der Mann antwortete, er würde jemanden schicken, der mein Bankkärtchen abholt", sagt sie. Doch die Bank, bei der kurze Zeit später 2.000 Euro abgehoben wurden, soll sich das Autokennzeichen des Mannes aufgeschrieben haben. Es gehörte angeblich Severino Seeger.

Nun soll sich Deutschlands Superstar am 2. Juni 2015 wegen Betrugs vor Gericht verantworten. Ihm drohen angeblich bis zu zehn Jahre Haft. Ob diese Vorwürfe stimmen, wissen wir nicht.

RTL hatte dazu folgendes Statement abgegeben: "Wer die in Deutschland geltende Regel der Unschuldsvermutung nur halbwegs ernst nimmt, hält sich mit Spekulationen und Vorverurteilungen bis zum bevorstehenden Gerichtsentscheid zurück. Genau daran halten wir uns, da wir uns eben nicht für die besseren Richter halten, auch wenn manch kritische Beobachter das anders handhaben."

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