Hollywood Blog by Jessica Mazur

#DroughtShaming: Prominente Wasserverschwender im Kreuzfeuer der Kritik

Jennifer Lopez
Jennifer Lopez pfeift auf die Appell der Behörden, den Wasserverbrauch zu minimieren. © Xavier Collin/Image Press/Splash

von Jessica Mazur

Touristen, die nach LA kommen, nehmen ja gerne an einer dieser typischen 'Movie Star Home' Touren teil. Dabei werden sie in kleinen, offenen Bussen durch die Hollywood Hills und Bel Air kutschiert und vor die Villen der Stars gefahren. Zu sehen bekommt man dort allerdings nicht viel. Mal abgesehen von Bäumen, Büschen und meterhohen Hecken, die vor neugierigen Blicken schützen sollen. Doch der Blick auf die Multi-Million-Dollar-Mansions konnte sich schon bald lichten, denn immer mehr Leute sind der Ansicht, die Gärten und Anwesen der Stars sind zu bewachsen, zu saftig, zu grün. So beschwerte sich zum Beispiel gerade ein Nachbar von Kim Kardashian und Kanye West ganz öffentlich in der LA Times mit den Worten: "Die Blumen und Büsche von Kardashian sind genau vor unseren Augen. Es ist ekelhaft. Wenn man vorbeigeht, kann man die Frische der Blumen riechen. Lasst sie Staub fressen." Ups! Hintergrund dieses Statements ist natürlich nicht der Wunsch, den Stars besser auf die Grundstücke gaffen zu können, sondern die andauernde so genannte 'Jahrhundertdürre' hier in Südkalifornien.

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Das Land ist so trocken und es wird so viel Wasser benötigt, dass alle Anwohner aufgerufen wurden, beim Privatverbrauch kräftig zu sparen. So dürfen die eigenen Gründstücke zum Beispiel nur noch an drei Tagen pro Woche gewässert werden. Ist ja auch eigentlich kein Problem. Doch da sich längst nicht alle dran halten, ist hier das ganze große #DroughtShaming ausgebrochen. Und auf die Hollywood Stars haben es die Leute ganz besonders abgesehen.

Das Prinzip des 'Drought Shaming' ist ganz einfach. Man beobachtet das Fehlverhalten im Umgang mit Wasser seiner im besten Fall prominenten Nachbarn und schwärzt diese dann mit dem Hashtag #DroughtShaming auf Facebook, Twitter und Co. an. Wenn möglich natürlich mit Beweisfoto. Auf diese Weise bekamen neben den Kardashians auch schon Jennifer Lopez, Barbra Streisand, Hugh Hefner, Jessica Simpson, Petra Ecclestone und Cher ihr Online-Fett weg. Nicht ohne Grund, denn ein Mitarbeiter der Stadt erklärte der NY Post, dass es rund 100 Häuser in Beverly Hills sind, die 70% des gesamten Wasservorrats des Stadtteils verballern. Und viele dieser Häuser befinden sich tatsächlich in Promi-Hand.

Die Reaktionen der Stars auf das öffentliche 'Drought Shaming' sind unterschiedlich. Während Kim Kardashian durch einen Sprecher verlauten ließ, dass sie die anhaltende Dürre sehr ernst nehme und kein Problem damit hätte, ihr Gras braun werden zu lassen (We´ll see...), reagierte JLo etwas bockiger. Nachbarn berichteten den Medien, dass Lopez auf Nachfrage erwidert hätte: "Na und, dann zahl` ich eben eine Strafe. Was sollen die schon machen." Frei nach dem Motto: Nach mir die Sintflut, oder besser gesagt die Staubwolke.

Heute und Morgen solls in LA seit langem mal wieder regnen. Vielleicht schaffen es ja ein paar Promis und natürlich auch andere Mega-Mansion Bewohner, ihre Bewässerungsanlangen für einige Tage abzuschalten. Wäre ja schon mal ein Anfang...

Viele Grüße aus Lalaland sendet...

#DroughtShaming: Prominente Wasserverschwender im Kreuzfeuer der Kritik