Drogen für Sex: Neue Enthüllungen im Fall Bill Cosby

Drogen für Sex: Neue Enthüllungen im Fall Bill Cosby
Bill Cosby bei einer Veranstaltung in Beverly Hills © Todd Williamson/Invision/AP

Neue Enthüllungen im Fall Bill Cosby (77): Der Entertainer soll 2005 vor Gericht ausgesagt haben, Quaaludes mit der Absicht erworben zu haben, sie Frauen zu geben, mit denen er Sex haben wollte. Das berichtet "Associated Press". Quaaludes ist ein Arzneistoff, der als Hypnotikum verwendet, aber auch als Droge missbraucht wird. Cosby soll dem Bericht zufolge auch zugegeben haben, das Beruhigungsmittel mindestens einer Frau und "anderen Leuten" geben zu haben, heißt es unter Berufung auf Gerichtsdokumente weiter. Cosbys Anwälte hatten sich gegen deren Veröffentlichung gewehrt, mit der Begründung, dass sie ihren Klienten bloßstellen würden.

- Anzeige -

Aussage vor Gericht

Die Aussage, die der 77-Jährige unter Eid gemacht haben soll, stammt aus einem Prozess, der zehn Jahre zurückliegt. Der Frau, die gegen ihn vor Gericht gezogen war, habe laut der Aussage von Cosby drei halbe Tabletten Benadryl von ihm erhalten, heißt es in dem Bericht weiter. Die beiden Seiten hatten sich 2006 außergerichtlich geeinigt. Die Vereinbarung ist geheim.


Mehr als zwei Dutzend Frauen werfen Cosby sexuelle Delikte vor, dazu gehören auch Anschuldigungen, er habe einige von ihnen unter Drogen gesetzt und missbraucht. Viele der angeblichen Fälle liegen aber Jahrzehnte zurück und wären verjährt. Cosbys Anwälte haben die Anschuldigungen zurückgewiesen. ABC News zitiert aus einem Statement des Cosby-Lagers bezüglich der jetzt aufgetauchten Dokumente: Der einzige Grund, warum Mr. Cosby einem Vergleich zugestimmt habe, war, weil es zu dieser Zeit beschämend gewesen wäre, alle Frauen in den Zeugenstand zu holen und seine Familie "wusste nichts davon. Das wäre sehr schmerzlich gewesen".



spot on news

— ANZEIGE —