Doreen Dietel wollte sich wegen verpfuschter Beauty-OP das Leben nehmen

Doreen Dietel: Beauty-OP zerstörte ihr Leben
Doreen Dietel: "Ich wollte nicht mehr leben" © picture alliance / dpa, Felix Hörhager

Doreen Dietel schnitt sich die Pulsadern auf

Schauspielerin Doreen Dietel ist 25, als sie sich die Lippen aufspritzen lässt. Doch der Beauty-Doc pfuscht und zerstört damit das Leben der heute 40-Jährigen. Doreen Dietel schämt sich so sehr für ihr Aussehen, dass sie sich sogar das Leben nehmen will. "Ich habe mir mein ganzes Leben versaut", verrät sie jetzt im exklusiven RTL-Interview.

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Auf einer Party ließ sich Doreen zu dem Eingriff hinreißen. "Ich war damals in einem Freundeskreis, zu dem auch ein Schönheitschirurg gehörte und der sagte mir, ich sei zwar ein hübsches Mädchen, aber habe total dünne Lippen." Sie lässt sich noch an Ort und Stelle Silikon injizieren. Die Folge: Ihre Lippe schwoll an – doch nicht wieder ab. 15 Jahre lang kann sie sich kaum noch im Spiegel ansehen: "Ich wollte nicht mehr leben. Ich war fix und fertig, hatte was getrunken, war alleine zuhause und habe mir dann die Pulsadern aufgeschnitten. Doch dann war da so viel Blut, dass ich Angst bekam und es schnell wieder abband. Hätte ich Tabletten gesehen, hätte ich die mit Sicherheit genommen. Ich hatte niemanden und somit nichts zu verlieren", gesteht Doreen im Interview.

Doch nicht nur seelisch hat das Silikon in ihrer Lippe tiefe Wunden hinterlassen. Auch beruflich ging es für die Schauspielerin bergab. "Man hat mich darauf reduziert. Hinter vorgehaltener Hand haben viele gesagt, dass man mich so, wie ich aussehe, nicht besetzten kann. Und das verstehe ich auch."

Dr. Constance Neuhann-Lorenz will Doreen Dietel jetzt helfen. Sie sitzt im Komitee für Qualitätssicherung in der plastischen Chirurgie und ist entsetzt, als Doreen zu ihr kommt: "Einem so jungen Mädchen ein Präparat zu spritzen, das bleibt, ist absurd", erzählt sie. Mit Kortison-Spritzen will die Ärztin die Lippe wieder verkleinern und die inneren Narben und Verknotungen auflösen. Zwei Sitzungen hat die 40-Jährige schon hinter sich, zwei sollen noch folgen. "Ganz rückläufig kriegen wir es nicht hin. Aber man kann es auf ein normales Maß reduzieren", so Dr. Constance Neuhann-Lorenz.

Die Beschimpfungen, die Depressionen, die seelischen Grausamkeiten - Doreen Dietel will all das endlich hinter sich lassen: "Das einzige, was ich in diesen 15 Jahren gelernt habe, ist, nie über andere Menschen zu urteilen und die Menschen nicht auf irgendetwas Äußerliches zu reduzieren." Und das soll von nun an auch keiner mehr mit ihr machen.

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