'Dit is Fußball': Martin Semmelrogge spricht über sein TV-Comeback

TV-Comeback: Martin Semmelrogge ist zurück auf der Erfolgsspur
Martin Semmelrogge in der neuen Serie "Dit is Fußball" © Tele 5/Instant Wave

Keine Alkoholexzesse, keine Gefängnisaufenthalte mehr: Martin Semmelrogge will mit seinen 60 Jahren noch einmal richtig durchstarten. Der Schauspieler ist seit vergangenem Samstag in der vierteiligen TV-Komödie "Dit is Fußball" (19:45 Uhr, Tele 5) endlich mal wieder im Fernsehen zu sehen. Die Serie dreht sich um einen Fußballclub, der kurz vor der Pleite steht. Semmelrogge glänzt darin als Club-Präsident Joe Teffla. "Mit 60 Jahren wurde es endlich mal Zeit, dass ich einen Präsidenten spiele", freut sich Semmelrogge, der 1981 seinen Durchbruch im Erfolgsfilm "Das Boot" von Wolfgang Petersen feiern konnte. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news sprach er jetzt über sein TV-Comeback und sein Leben zurück in der Erfolgsspur.

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Neue Serie "Dit is Fußball"

 

Warum haben wir Sie in den letzten Jahren nicht mehr im Fernsehen zu sehen bekommen?

 

Martin Semmelrogge: Das hat mehrere Gründe. Zum einen war ich viel auf Theaterbühnen unterwegs. Ich wollte einfach auch mal andere Rollen spielen, als immer nur den klischeehaften Bösewicht. Zum anderen fehlte mir die Herausforderung bei den Rollen. Die Qualität war nicht mehr gegeben. Aber nach zwölf Jahren ist auch beim Theater irgendwann mal die Luft raus. Nicht, dass ich nicht mehr auf der Bühne stehen werde, aber ich habe jetzt ein paar tolle Angebote bekommen und in der Fußballserie kann ich mein Talent mal wieder voll ausfahren.

 

Sie haben also nicht lange gezögert, bei der Serie mitzuwirken?

 

Semmelrogge: Nein, gar nicht. Es wurde Zeit, dass ich mit 60 endlich mal einen Präsidenten spiele. Die Rolle ist vielschichtig und es sind viele tolle Kollegen an Bord.

 

Zum Beispiel ihre Tochter Joanna...

 

Semmelrogge: Ja sowieso! Meine Tochter ist eine tolle professionelle Kollegin, und ich bin wirklich sehr stolz auf sie. Wir haben schon zuvor öfter zusammen Theater gespielt. Wir sind eine richtige Schauspielerfamilie. Doch jeder ist selbst für seine Karriere verantwortlich, das hatte mir damals schon mein Vater mit auf den Weg gegeben. Klar, kann man mal den ein oder anderen Rat geben, doch am Ende ist jeder auf sich allein gestellt.

 

Sind denn noch weitere Folgen der Serie geplant?

 

Semmelrogge: Darauf hoffen wir. Wir wollen ja nicht nach vier Folgen schon wieder aufhören. "Dit is Fußball" ist die erste Fußballserie nach "Manni, der Libero" und Deutschland liebt schließlich Fußball. Großes Ziel ist eine Nominierung für den Grimme Preis.

 

Sie sind ein bekennender Fußballfan, stehen Sie manchmal selbst noch auf dem Platz? Wie halten Sie sich fit?

 

Semmelrogge: Nein, Fußball spiele ich nicht mehr, aber ich fahre immer noch gerne Ski. Zudem mache ich jeden Tag mein Workout im Fitness-Center, spiele immer noch ein bisschen Squash, mache ein bisschen Boxtraining. Ich bin jetzt 60, da will man ja noch ein bisschen fit bleiben.

 

Wie alt fühlen Sie sich denn wirklich?

 

Semmelrogge: Man sollte immer den Jungen in sich bewahren, als Mann und als Schauspieler sowieso. Ich bin heute zwar reifer und genieße das Leben mittlerweile, aber ich fühle mich wie 30. Zudem lebe ich sehr gesund. Ich esse gut und trinke seit Jahren schon keinen Alkohol mehr.

 

Auch finanziell geht es Ihnen jetzt nach Ihrer Privatinsolvenz wieder besser?

 

Semmelrogge. Ja, es geht wieder gut. Es gibt immer mal Schwierigkeiten im Leben und die muss man dann beiseite räumen. Das macht einen ja auch stärker.

 

Gibt es einen Traum, den Sie sich unbedingt noch erfüllen möchten?

 

Semmelrogge: Ich möchte meinen Cousin und meine Cousine in den USA besuchen. Aber ansonsten lebe ich gerade meinen Traum. Ich lebe im Heute, was gestern war ist weg. Ich lebe jeden Tag intensiv.

 

Nächste Woche startet wieder "Promi Big Brother". Haben Sie es je bereut, 2013 daran teilgenommen zu haben?

 

Semmelrogge. Nein, damals ist eine tolle Freundschaft mit David Hasselhoff entstanden. Mein Theater war danach ausgebucht. Vor allem die Jugendlichen hatten mich wieder auf dem Schirm. Und das Trinkgeld war auch in Ordnung. (lacht)

spot on news

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