Dinge, die Sie über Marcel Reich-Ranicki bisher nicht wussten

Wissenswertes über Marcel Reich-Ranicki
2013 verstorben: Marcel Reich-Ranicki © picture alliance / Sascha Radke, Sascha Radke

Interessante Fakten über den Kritiker

Marcel Reich-Ranicki war in einigen ausländischen Universitäten tätig, unter anderem in den USA und in Schweden. Auf diese Weise intensivierte er den Austausch mit internationalen Wissenschaftlern.

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Der jüdische Literaturkritiker sah sich selbst als Atheisten. Er hielt Gott für eine rein „literarische Erfindung“.

Reich-Ranicki lehnte sowohl triviale als auch Science-Fiction- und Fantasy-Literatur komplett ab. Krimis gegenüber war er zwar skeptisch, aber aufgeschlossen.

Die Welt der Literatur sah der Kritiker gewissermaßen als seine Heimat an. Der Deutsch-Pole fühlte sich weder in Polen noch in Deutschland ganz zuhause.

In der Anwesenheit des Literaturkritikers wurde im Juli 2010 die spezialisierte „Arbeitsstelle Marcel Reich-Ranicki für Literaturkritik in Deutschland“ ins Leben gerufen. Diese befindet sich in Marburg an der Philipps-Universität. Die Initiierung erfolgte durch Thomas Anz und ist für die Archivierung sämtlicher Zeitungsartikel zuständig, die von Marcel Reich-Ranicki publiziert wurden.

Auch außerhalb der Literatur- und Verlagsszene verstärkte sich die Popularität des Kritikers. Dies hängt sicherlich mit seinem unverwechselbaren Auftritt zusammen: Die dicken Brillengläser und die schnarrende Stimme mit dem eigenwilligen Dialekt sorgten stets für ein sofortiges Erkennen.

Mit seiner Liebe zu guter Literatur setzte sich Marcel Reich-Ranicki sein Leben lang für eindeutige und nachvollziehbare Kritik ein. Fremdworte hielt er für unnötig, stattdessen strebte er danach, nicht nur innerhalb der Fachwelt zu kommunizieren, sondern auch die Menschen auf der Straße für moderne und klassische literarische Werke zu begeistern.

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