Dieter Nuhr: Genervt von 2014

Dieter Nuhr
Dieter Nuhr © Cover Media

Dieter Nuhr (54) ist froh, dass 2014 jetzt fast vorbei ist.

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So schwer wie nie

Es ist wieder so weit: Weihnachten steht vor der Tür, das Jahr neigt sich dem Ende zu und man reflektiert das, was in den vergangenen Monaten alles so passiert ist. Daran kommt auch der Komiker ('Nuhr im Ersten') nicht vorbei.

Sein Jahresrückblick fällt allerdings weniger positiv aus, vielmehr hat er die Nase voll von 2014. "Mit dem Positiven ist es dieses Jahr nicht so ganz einfach. Das war 2013 viel schöner, da hatte man den durchgeknallten Bischof, der sich für 30 Millionen seine neue Butze hat bauen lassen", lamentierte er im Gespräch mit 'planet-interview.de'. "Dieses Jahr hat wenig Komisches mit sich gebracht, es nervt eigentlich alles. Die Ukraine nervt, die im Nahen Osten nerven alle, Gaza nervt, Nordafrika und Südsudan nerven, die Wirtschaft nervt."

Dennoch kann er dem Ganzen auch etwas Positives abgewinnen. So sei es zwar dieses Jahr so schwer gewesen wie noch nie, "aber grundsätzlich muss man sagen, dass es gerade in so einem Jahr einen Grund gibt, positiv zu sein", betonte der Entertainer: "Denn wenn überall auf der Welt sich die Zivilisation auf dem Rückzug befindet, ist es vielleicht auch Anlass zur Freude, wenn man feststellt, dass man selbst im zivilisiertesten Bereich der Welt lebt."

Auch persönlich war es nicht unbedingt ein einfaches Jahr für Dieter Nuhr. So wurde er im Oktober 2014 von dem mutmaßlichen Salafisten Erhat Toka wegen "Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften" angezeigt. Er bezeichnete den Comedian als "Hassprediger" und rief zum Boykott auf. Dadurch wurde eine ganze Welle von Vorwürfen losgelassen, gegen die sich Nuhr wiederholt verteidigen musste. Doch auch Unterstützung wurde ihm zuteil, was er sehr schätzte.

"Ich habe noch nie so viel Zuspruch bekommen wie in den letzten Stunden. Ich habe gar nicht den Eindruck, dass das polarisiert. Ich kriege fast ausschließlich positive Rückmeldungen", meldete er sich damals im Interview mit 'welt.de' zu Wort. So bekam er vor allem von seinen Fans, "also von denen, auf die es ankommt" viel Unterstützung. "Auf Facebook zum Beispiel. Da waren noch nie so viele Leute. Mein Beitrag dazu hat fast zwei Millionen Menschen erreicht. Das ist ja auch schon fast beängstigend. Ich suche die Polarisierung gar nicht. Ich bin eigentlich ein Typ, der es gerne nett hat mit den Leuten. Und der auch ergebnisoffen diskutiert. Ich kann auch ganz gut zugeben, wenn ich mich geirrt habe. Ich bin überhaupt kein Typ, der gerne provoziert. Das interessiert mich nicht."

Auch deshalb ist Dieter Nuhr wohl froh, 2014 nun endlich hinter sich lassen zu können.

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