Dieter Meier: Ein Sextalk war sein größter Flop

Dieter Meier: Ein Sextalk war sein größter Flop
Dieter Meier ist ein Multitalent mit Händchen fürs Geschäft © ddp images

Er ist der geborene Entertainer und einer der vielseitigsten Künstler Europas: Dieter Meier (70, "Out of Chaos") entwirft Kunstwerke, produziert Filme, schreibt Bücher - und gilt als exzellenter Musiker, der es ist mit seiner Band Yello zu internationalem Ruhm brachte. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" erzählt der elegante Schweizer mit dem markanten Schnauzbart, dass er auch als Investor und Unternehmer unterwegs ist.

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Der Künstler über sein Leben

"Ich produziere ja verschiedene Dinge: Sonnenblumenkerne, Haselnüsse, Songs, Schokolade, Kinderbücher und erfolglose Spielfilme", sagt Meier. Er besitzt in Argentinien eine Nussplantage, eine Rinderzucht (über 100.000 Tiere) und ein Weingut. Über seine Firma Ojo de Agua verkauft er in ganz Europa Wein, Mais, Soja, Getreide, Gemüse und Fleisch, das auch in seinen Restaurants in Zürich, Frankfurt und Berlin auf den Tisch kommt.


Meier ist an der Schweizer Uhrenmanufaktur Ulysse Nardin beteiligt sowie an der Orell Füssli Holding (Druck- und Verlagswesen, Buchhandel) und pflegt liebevoll sein Schweizer Understatement: "Ich konnte nicht verhindern, dass ich in der Liste der reichsten Leute geführt werde."


George Bushs Sex-Talk

In dem "SZ"-Gespräch berichtet er auch von einem finanziellen Flop in den USA. Meier hatte im Silicon Valley mit seiner Firma Euphonix die ersten einzigartigen digitalen Mischpulte entwickelt, die auch der TV-Sender CNN verwendete. Dann geschah das Malheur: Während der Sender Bilder einer Rede von US-Präsident George W. Bush zeigte, tauschten auf einer Studiotoilette zwei Journalistinnen mit Ansteckmikrofonen ihre Sex-Erlebnisse aus.


O-Ton Meier: "Ein Techniker hat den Kanal geöffnet, er fand den Sex-Talk wohl interessanter als Bushs Rede. Auf dem Fernseher sah man den stumm gestikulierenden Bush, dazu die Stimmen der Damen... Statt der Ansprache des Präsidenten der Sex-Talk of two women on the toilet live on air. Eine Katastrophe. Deshalb drohte CNN, zwölf Mischpulte abzubestellen. Der Sender hat die Technik-Wunderwerke nie gekauft - "und andere Fernsehstationen haben ihre Aufträge deshalb auch storniert."



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