Diese Stars sorgten 2015 für musikalische Höhepunkte

Diese Stars sorgten 2015 für musikalische Höhepunkte
Musikalisch ging auch 2015 kein Weg an Helene Fischer vorbei © © 2015 Kristian Schuller

Es gab Comebacks, Rekorde, Überraschungen und Emotionen. Das Jahr 2015 hatte musikalisch mal wieder viele Höhepunkte zu bieten. Wir blicken zurück auf die letzten zwölf Monate und verraten, welche Musiker für die besonderen Momente des Jahres gesorgt haben.

- Anzeige -

Von Adele bis Wolfgang Petry

 

Wolfgang Petry

 

Mit seinem Comeback rechnete eigentlich niemand mehr und trotzdem wünschten es sich so viele. Ende Februar war es tatsächlich so weit: Acht Jahre nachdem sich Wolfgang "Wolle" Petry (64) in seinen wohlverdienten Musiker-Ruhestand verabschiedete, meldete sich der Schlagersänger und Liebling der Massen mit einem neuen Album zurück. Zum Erstaunen vieler klingt der neue Wolle nun viel rockiger. Und auch seine langen Haare sind Geschichte. Doch daran störte sich so gut wie niemand. Seine Platte "Brandneu" fand sofort den Weg an die Spitze der Albumcharts. Auf ein Bühnencomeback warten seine Fans jedoch bis heute vergebens. Sein Sohn Achim ist sich zumindest sicher, dass es bei seinem Vater "irgendeinen Knopf gibt, den man drücken muss, damit er wieder auf die Bühne geht. Diesen Knopf habe ich aber leider noch nicht gefunden, sonst würde ich den sofort auslösen", verriet er Nachrichtenagentur spot on news.

 

Sam Smith

 

Sam Smith (23) ist zweifelsohne ein Superstar. Aber noch nicht lange. Sein Stern ging erst Anfang dieses Jahres auf. Im Februar schlug bei den Grammy Awards seine große Stunde. Der junge Brite räumte vierfach ab und fasste diesen Wahnsinn so zusammen: "Das ist die beste Nacht meines Lebens!" Doch seine Erfolgsgeschichte sollte 2015 noch weitergehen. Mit "Writing's On The Wall" wurde Smith die Ehre zu teil, das Titellied für den neuen Bond-Streifen "Spectre" einzusingen. Entgegen seiner eigenen Einschätzung, schaffte es der Song in den britischen Charts auf Platz eins.

 

Daniel Wirtz

 

Der gebürtige Nordrhein-Westfale Daniel Wirtz (40) ist der Shootingstar der VOX-Show "Sing meinen Song" und damit quasi der legitime Nachfolger von Gregor Meyle, der sich in der ersten Staffel des "Tauschkonzertes" einen Namen machte. Über den Alternativ-Rocker sagte Xavier Naidoo im Vorfeld der Show: "Als ich zum ersten Mal die Songs von Daniel gehört habe, zog er mich gleich in seinen Bann." Und das gleiche gelang ihm im Verlauf der Staffel auch mit dem Publikum vor den TV-Geräten. Seine Fangemeinde dürfte sich durch seine Fernsehpräsenz deutlich vergrößert haben. Dank seiner neugewonnenen Popularität konnte er sogar vier seiner Alben gleichzeitig in den Top 50 platzieren. Wie sehr er selbst von seinem plötzlichen Erfolg überrascht war, sagte Wirtz der "Bild am Sonntag": "Das ist schon krass. Sowas erleben ja sonst nur die Angehörigen, nachdem man selbst gestorben ist. Wie bei Michael Jackson zum Beispiel".

 

Wolkenfrei

 

Wer sich (momentan) in Deutschland an Schlagermusik versucht, der muss sich zwangsläufig mit Helene Fischer messen. Ein Duell wie es ungerechter kaum sein könnte. Keine Andrea Berg und auch keine Michelle konnten die Fischerin vom Schlager-Thron stoßen. Doch ausgerechnet einer 23-Jährigen gelang dieses Kunststück dann doch noch. Sängerin Vanessa Mai eroberte im Spätsommer mit ihrer Band Wolkenfrei und dem Album "Wachgeküsst" überraschend die Spitze der deutschen Schlager-Charts. "Ich muss mich manchmal immer noch kneifen, weil ich nicht glauben kann, was alles passiert ist", zeigte sich die junge Künstlerin im Interview mit spot on news nahezu ungläubig.

 

Felix Jaehn

 

Er ist DER deutsche Super-DJ schlechthin. Mit seinen gerade einmal 21 Jahren hat Felix Jaehn Musikgeschichte geschrieben: Im Sommer stürmte er mit seinem Remix von "Cheerleader" des jamaikanischen Künstlers Omi bis auf Platz eins der US-Charts. Zuletzt gelang das dem zumindest halbdeutschen Duo Milli Vanilli vor 26 Jahren. Übrigens: "Cheerleader" war auch in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Kanada und Australien auf dem ersten Platz der Charts. Und auch diesen Sommer zeigte Jaehn, dass er ein gutes Gespür für heiße Beats hat. Sein Remix von Chaka Khans "Ain't Nobody (Loves Me Better)" ist ebenfalls wieder durch die Decke gegangen: Platz eins in Deutschland und Österreich. Bei iTunes ist "Ain't Nobody" sogar der zweitmeist verkaufte Song des Jahres. Für das Frühjahr 2016 hat der gebürtige Hamburger sein Debütalbum angekündigt; der kommende Sommer ist musikalisch also schon mal gesichert.

 

Die Ärzte

 

Es war kein neues Album und auch keine neue Single, die die Ärzte plötzlich wieder ins Gespräch brachten. Vielmehr war es die "Aktion Arschloch", die dafür sorgte, dass im September die Anti-Nazi-Hymne "Schrei nach Liebe" - 22 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung - auf Platz eins der Offiziellen Deutschen Singlecharts landete. Auf diese Weise wollten Fans der Kultband ein Zeichen gegen Fremdenhass setzen. Mission completed. An dem Erfolg wollten sich die Berliner Punkrocker am Ende dann auch nicht finanziell bereichern. Alle Einnahmen von "Schrei nach Liebe" spendeten Die Ärzte an Pro Asyl. Chapeau.

 

Adele

 

Vier lange Jahre mussten Fans von Adele (27) auf neue Musik der Britin warten. Im Oktober war es dann endlich soweit - Adele sagte mit ihrer ersten Single-Auskopplung "Hello" und sprengte im November mit dem dazugehörigen Album "25" sogleich sämtliche Rekorde. Allein in den USA wurden in den ersten drei Tagen nach Veröffentlichung 2,3 Millionen Exemplare des Longplayers verkauft. Damit ist "25" das meistverkaufte Album 2015 und schubst "1989" von Taylor Swift (25,"Bad Blood") vom Thron. Auch in den deutschen und britischen Charts stürmte Adele mit ihrem neuen Album bis an die Spitze. Bei den BBC Music Awards wurde sie zudem vor wenigen Tagen als "Britischer Künstler des Jahres" geadelt. Die Oscar- und Golden Globe-prämierte Britin ist im Mai 2016 übrigens auf Deutschland-Tournee. In Berlin, Hamburg und Köln wird Adele jeweils Doppelkonzerte geben. Die Tickets waren allerdings - wie sollte es anders sein - bereits nach wenigen Minuten ausverkauft.

 

Alex Diehl

 

Der oberbayrische Singer-Songwriter landete im November mit "Nur ein Lied" einen Überraschungs-Hit. Doch die Umstände die dazu führten waren leider keine schönen. Die Terroranschläge von Paris am 13. November ließen auch Alex Diehl fassungslos zurück. Er griff zu Papier und Stift und schrieb innerhalb weniger Minuten einen Gedenksong für die Opfer der brutalen Anschläge. Kurze Zeit später postete er das Ergebnis "Nur ein Lied" auf seiner Facebook-Seite und berührte damit die Herzen von Millionen von Menschen. Am überraschenden Erfolg seines viralen Hits bereicherte sich Diehl übrigens nicht, wie er im Interview mit spot on news verriet. "Durch Google bin ich auf die Organisation 'Save the Children' aufmerksam geworden, und ich habe mir gedacht, ich muss genau das machen, was die Terroristen am meisten aufregen würde: Wir geben das Geld den Kriegswaisen in Syrien und versuchen dort zu helfen, wo der Ursprung so vielen Übels ist." Der Bayerische Rundfunk wurde übrigens durch den Song auch auf Diehl aufmerksam. Auf Einladung des Senders spielte der Künstler Anfang Dezember "Nur ein Lied" mit dem Münchner Rundfunkorchester des BR neu ein. Damit sei ein Traum für ihn in Erfüllung gegangen.

 

Jan Böhmermann

 

Eigentlich ist Jan Böhmermann (34) Satiriker. Doch in diesem Jahr hat er auch bewiesen, dass er musikalisch durchaus etwas auf dem Kasten hat. Jüngst sorgte er im November mit seiner Parodie "Ich hab Polizei" für viel Wirbel in den sozialen Netzwerken. Die einen feierten ihn, die anderen verteufelten ihn dafür. Wie auch immer man letztlich zu seinem Song steht, eines kann ihm nicht abgesprochen werden: Böhmermann hat Talent im deutschen Sprechgesang. Das bewies er auch schon früher im Jahr als er in seiner Sendung "Neo Magazin Royale" mit Rapper Dendemann "Eine deutsche Rapgeschichte" in Anlehnung an Jimmy Fallons und Justin Timberlakes "History of Rap" zum Besten gab.

 

Helene Fischer

 

Natürlich darf auch Schlager-Queen Helene Fischer bei den musikalischen Höhepunkten nicht fehlen. Obwohl ihr Album "Farbenspiel" bereits aus dem Jahr 2013 datiert, zog sie mit den Liedern dieser Platte auch im Sommer 2015 noch erfolgreich durch Deutschland und einige Nachbarländer. Im November veröffentlichte Fischer dann endlich mit "Weihnachten" ein neues Album und eroberte in Deutschland und Österreich aus dem Stand den Chart-Thron. Für 2016 kündigte die hübsche Blondine übrigens den Nachfolger ihres Erfolgsalbums "Farbenspiel" an. Das Helene-Fieber wird also auch im nächsten Jahr weiter um sich greifen.

spot on news

— ANZEIGE —