Die traurigen Höhepunkte im Scheidungskrieg von Johnny Depp

Die traurigen Höhepunkte im Scheidungskrieg von Johnny Depp
Johnny Depp und Amber Heard im Jahr 2011 bei der Premiere von "Rum Diary" © Featureflash Photo Agency / Shutterstock.com

Die Ehe von Hollywood-Star Johnny Depp (53, "Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln") und Amber Heard (30, "Magic Mike XXL") hielt gerade mal 15 Monate. Die Schauspieler lernten sich 2011 am Set des Films "Rum Diary" kennen und lieben. Ende Mai reichte die 23 Jahre jüngere Heard die Scheidung ein und erwirkte kurze Zeit später eine einstweilige Verfügung gegen Depp. Sie beschuldigt ihren Noch-Ehemann, er würde sie seit Jahren misshandeln. Die mediale Schlammschlacht ist seitdem in vollem Gange - das sind die traurigen Höhepunkte:

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Gerichtstermine, Videos, ...

Mysteriöse Verletzungen

Drei Tage nach dem Tod von Johnny Depps Mutter Ende Mai hat Amber Heard die Scheidung eingereicht. Sie gab die in Hollywood üblichen "unüberbrückbaren Differenzen" in den Papieren an. Doch zwei Tage später meldete sie sich erneut und erwirkte eine temporäre einstweilige Verfügung. Sie erschien mit einem Bluterguss im Gesicht vor Gericht und gab an, dieser stamme von Depp. Er habe sie mit einem Telefon geschlagen, hieß es. Zwar wurde die Polizei zu dem besagten ehelichen Zwist gerufen, allerdings erstattete Heard keine Anzeige und die Beamten können sich auch nicht an Verletzungen erinnern.


Sein Lager erklärte, häusliche Gewalt sei nie vorgekommen. Heard gehe es nur ums Geld. Sie fordere finanzielle Unterstützung von Depp, die er ihr verweigern wolle. Daher fahre sie nun andere Geschütze auf. Neben Depps Tochter Lily-Rose (17) stellten sich auch seine erste Frau Lori Anne Allison (58) und seine langjährige Partnerin Vanessa Paradis (42), mit der er Tochter Lily-Rose und Sohn Jack hat, auf seine Seite. Auch etliche Kollegen äußerten sich in der Öffentlichkeit und zeigten absolutes Unverständnis für die Anschuldigungen von Heard.


Erpressung?

Doug Stanhope wiederum, ein guter Freund von Johnny Depp, beschuldigte in einer Gast-Kolumne bei "The Wrap" Heard zunächst angeblich der Erpressung. Sie habe "gedroht, öffentlich über ihn zu lügen, wenn er ihren Bedingungen nicht zustimme". Diese Anschuldigung wurde von Heards Anwälten als "absolut und zweifelsfrei falsch" zurückgewiesen. Sie sei das Opfer und habe endlich den Mut aufgebracht, sich gegen die jahrelangen Demütigungen zu wehren. Die Schauspielerin wollte demnach die Prügelvorwürfe privat behandeln und verhindern, dass diese ans Licht kommen.


Depps Team habe die Presse informiert. Ihre Motive seien keineswegs von Geldinteressen geprägt. "Amber ist mutig und finanziell unabhängig. [...] Amber ist eine Heldin", beteuern ihre Anwälte. Heard reichte sogar Klage gegen Stanhope ein. In der Klageschrift soll sie Depp als "Alkoholiker und Drogensüchtigen" beschreiben, der sie "bei zahlreichen Gelegenheiten geschlagen und getreten" habe. Stanhope ruderte später ebenfalls zurück und erklärte, er habe in seinem Essay keineswegs von Erpressung geschrieben. Das habe "The Wrap" fälschlicherweise daraus gemacht.


Die Schock-SMS

Dann machten plötzlich SMS-Unterhaltungen zwischen Heard und einem Assistenten von Depp in den Medien die Runde. Darin soll u.a. zu lesen gewesen sein, wie Stephen Deuters, der besagte Assistent, an Heard schrieb: "Als ich ihm erzählt habe, dass er dich getreten hat, weinte er. Es war widerlich und er weiß es." Ihre angebliche Antwort: "Er hat es schon so oft davor gemacht. Tokio, (...) London (erinnerst du dich daran!?) und ich bin immer geblieben. Ich dachte, er würde sich bessern... und dann bin ich doch alle drei Monate oder so in der exakt selben Lage."


Allerdings verwies der vermeintliche Absender der Kurznachrichten alle Anschuldigungen ins Reich der Fabel. Dem US-Klatschportal "TMZ" sagte Deuter, die Screenshots der SMS, in denen er sich im Namen seines Bosses bei Heard für Tritte und Schläge entschuldigte, seien Fälschungen. Er habe niemals von derlei Attacken geschrieben oder gesprochen. Er kenne niemandem, dem gegenüber Depp tätlich geworden sei. Dem Bericht zufolge kündigte Deuter an, die Unechtheit der Kurznachrichten notfalls unter Eid zu bezeugen.


Das Schock-Video

Die große Frage, die stets über dem Scheidungskrieg schwebt: Kann Amber Heard beweisen, dass Johnny Depp ihr gegenüber handgreiflich geworden ist? Die Schauspielerin wolle dies angeblich mit einem ärztlichen Attest und Video-Aufnahmen beweisen. "TMZ" hat nun ein Video veröffentlicht, das angeblich Heard aufgenommen habe - und den Hollywood-Star zeigen soll, wie er eine Flasche und ein Glas zerschlägt. Der Schauspieler soll in dem Clip auch dabei zu sehen sein, wie er auf Küchenschränke einschlägt und vor sich hinflucht. Heard frage darin immer wieder: "Was ist passiert?"


Laut "TMZ" sei das Video Monate vor dem 21. Mai aufgenommen worden - an diesem Tag soll Depp seine Frau mit einem iPhone im Gesicht verletzt haben, wie sie später behauptet hatte. Das nun veröffentlichte Material sei "extrem bearbeitet" worden, sagen Insider auf Depps Seite. So soll ursprünglich auch darin zu sehen gewesen sein, wie Heard ihren Mann lächelnd anfeuere. Auch vor Gericht sei es wohl nicht zulässig. Zum einen, weil es bearbeitet sei, zum anderen - und das sei noch wichtiger - weil Depp nicht gewusst habe, dass er aufgenommen worden sei.


Das Heckmeck mit der Anhörung

Unter all den kursierenden Anschuldigungen und Gerüchten war eines bisher Mangelware: eine Anhörung beider Parteien vor Gericht. Immer wieder wurde die Aussage von Amber Heard verschoben. Am Wochenende hat sie nun laut "TMZ" Rede und Antwort gestanden - und das ganze sieben Stunden lang. Sie soll Insider-Informationen zufolge ausführlich zu den vergangenen Gewaltausbrüchen ihres Noch-Ehemannes befragt worden sein. Sie beharrte demnach auf ihren Statements und soll wiederholt haben, dass sie Ende Mai tatsächlich von Depp verletzt worden sei - sie könne aber nicht erklären, was andere Personen gesehen oder eben nicht gesehen hätten.


Nach "TMZ"-Informationen arbeiten die Anwälte nun auf eine außergerichtliche Einigung hin, da offenbar beide Seiten einen Prozess vermeiden wollen. Der nächste Gerichtstermin soll für Mittwoch (US-Ortszeit) angesetzt sein, gut möglich, dass sich die Parteien davor einigen. Vor kurzem hatte Heard übrigens ihren Antrag auf Ehegattenunterhalt zurückgezogen. In einem Schreiben begründete sie diesen Schritt damit, dass sie sich "angesichts der falschen und negativen Medienberichte, meine Anschuldigungen der häuslichen Gewalt seien finanziell motiviert" dazu entschieden habe. Womöglich hat der Rosenkrieg bald ein Ende? Ob dann allerdings feststeht, wer lügt und wer die Wahrheit sagt, ist fraglich. Johnny Depp schweigt nach wie vor eisern zu dem Thema.



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