'Die Schlümpfe in 3D'

4,5 von 5 Punkten

Sie sind klein, sie sind blau und sie finden alles ganz schlumpfig. Die Schlümpfe begeistern schon seit mehr als 50 Jahren Jung und Alt. Jetzt haben es Papa Schlumpf, die blonde Schlumpfine und die anderen Winzlinge nach 1976 endlich wieder auf die Kinoleinwand geschafft.

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Normalerweise leben die Schlümpfe friedlich und versteckt im Wald. Doch durch ein Unglück werden sechs der niedlichen blauen Wesen in ein magisches Tor gesogen, was sie direkt ins New York von heute katapultiert. Ihnen dicht auf den Fersen: Der böse Gargamel und seine Katze Azrael.

Auf der Flucht vor dem bösen Zauberer treffen Papa Schlumpf, Schlumpfine und vier weitere blaue Freunde auf den Jungmanager Patrick Winslow (Neil Patrick Harris, bekannt aus ‚How I Met Your Mother’). Unglücksschlumpf Clumsy, nicht ganz unschuldig an der Situation der Schlümpfe, schafft es erneut seine Freunde in eine missliche Lage zu bringen. Er fällt in einen Karton, der gerade in ein Taxi geladen wird. Bevor seine Freunde ihn da raus holen können, fährt das Taxi auch schon los – auf dem Dach: fünf aufgeregte Schlümpfe.

Sie finden Clumsy in der Wohnung von Patrick und seiner schwangeren Frau Grace (Jayma Mays ‚Der Kaufhaus-Cop’ und ‚Glee’). Während Grace sofort total verliebt in die Schlümpfe ist, ist Patrick zunächst skeptisch. Schließlich hat er schon genug Ärger am Hals. Seine Chefin Odile (Sofia Vergara, ‚Men in Tree’) bringt ihn mit ihrer Launenhaftigkeit fast um den Verstand, er droht seinen Job zu verlieren und das er bald Vater wird, macht ihm auch noch Kopfzerbrechen. Und jetzt soll er sich auch noch um sechs kleine blaue Wesen kümmern, die irgendetwas von einem magischen Tor faseln, das sich bald wieder öffnen soll?

In der Zwischenzeit ist die Großstadt für die Schlümpfe ein einziges großes Abenteuer. Sie verirren sich im Spielzeugladen, fahren mit der U-Bahn und lernen Dinge wie Computer, Spielkonsolen und Pizza kennen. Während Papa Schlumpf die Sterne um Rat befragt, sucht sich Patrick Hilfe bei Google. Clumsy entdeckt ganz neue (positive) Fähigkeiten an sich und Schlumpfine lernt durch ihre neue Freundin Grace, dass Mädchen mehr als nur ein Kleid haben dürfen.

Ebenfalls im Gewirr der Großstadt gefangen gibt Gargamel (super dargestellt von Hank Azaria, ‚Nachts im Museum 2’, ‚Godzilla’) die verbissene Suche nach den Schlümpfen nicht auf. Immer wieder ist sein Traum vom gefangenen Schlumpf zum Greifen nah. Gargamel lernt Odile, Patricks fiese Chefin kennen, und kann sie mit seinen Zauberkünsten für sich gewinnen. Endlich weiß jemand seine Fähigkeiten zu schätzen. Doch der fiese Zauberer ist einfach Meister der Schusseligkeit und lässt kaum einen Fettnapf aus - und sorgt dabei beim Kinobesucher für jede Menge Lacher.

Die Fusion aus Realfilm und Computeranimation ist gut gelungen - die 3D-Umsetzung vermittelt dem Zuschauer das Gefühl, die blauen Schlümpfe sind mitten unter ihnen. Regisseur Raja Gosnell (‚Scooby-Doo’, ‚Beverly Hills Chihuahua’) hat in diesem Genre schon genug Erfahrungen sammeln können und hat bei der Umsetzung dieses Kult-Comics wieder einmal ein Händchen fürs Detail bewiesen. Niedlich inszeniert lässt Regisseur Raja Gosnell die Schlümpfe am Leben in New York teilhaben. Mit charmanten Details hält er die Kinobesucher am Ball. So stehen die Schlümpfe auf dem Dach des Taxis direkt neben einer Werbung für die ‚Blue Man Group’ und versuchen sich so zu tarnen. Und mit Neil Patrick Harris und Jayma Mays wurden die Rollen von Patrick und Grace perfekt besetzt.

Die Familienkomödie bietet wirklich für jeden etwas: Wortwitz für die Erwachsenen, Romantik für die Frauen, Slapstick für die Kleinen. In den rund 100 Minuten wachsen einem die niedlichen blauen Schlümpfe richtig ans Herz. Und als nach einem pädagogisch wertvollem Finale wieder zurück in ihren Zauberwald können, will man fast hinter springen. Also Kinder festhalten – und notfalls ein Taschentuch parat halten!

Von Elke Feldmann

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