Die Queen wird 90: Früher war Elizabeth II. der Albtraum ihrer Schwiegertöchter

Queen Elizabeth II. und Schwiegertochter Sarah Ferguson
Schon lange pflegen Queen Elizabeth II. und Sarah Ferguson kein gutes Verhältnis mehr miteinander. © picture alliance / AP Photo, TIM GRAHAM

Royal Blog von Michael Begasse

Wie gerne wüsste ich, ob die exzentrische Fergie ihrer verhassten Ex-Schwiegermutter wohl zum 90. Geburtstag gratuliert. Und wenn ja, ob die Königin von England die geschiedene Frau von Prinz Andrew wieder kühl abblitzen lässt, denn offiziell eingeladen wird die Herzogin von York bei der Queen schon lange nicht mehr.

Das wäre bei Prinzessin Diana anders gewesen: Nicht etwa, weil Elisabeth II. die Gattin von Prinz Charles sonderlich gemocht hätte. Aber Diana hatte zumindest ihre royalen Pflichten erfüllt und mit den Prinzen William und Harry die direkte Thronfolge gesichert. Und nur darauf kam es der Jubilarin immer an. Persönliche Beziehungen oder gar Sympathien waren – und sind – da eher zweitrangig.

Und die dritte Schwiegertochter im Bunde, Sophie von Wessex, die Frau von Prinz Edward? Die hat sich schmallippig und pflichtbewusst zwar nicht ins Herz, aber zumindest ins Bewusstsein der Königin gearbeitet. Hatte sie doch den gleichen schweren Start in der „Firma“ - wie die Queen ihre Familie Windsor nennt - wie Fergie und Diana.

Alle drei Frauen erlebten den Albtraum von der bösen Schwiegermutter. Nicht, weil die Queen per se böse wäre, ganz im Gegenteil! Nein, die Königin mit ihren 90 Jahren hat nur immer die royalen Pflichten vor private Wünsche oder gar öffentliche Eskapaden gestellt. Das war und ist bei ihren eigenen Söhnen so, und das galt für deren Frauen noch viel stärker.

Und wenn ihr Enkel Prinz Harry jetzt von der royalen Oma eher als „Boss“ denn als liebevolle Großmutter spricht, wie müssen sich denn dann erst die Frauen gefühlt haben, die der strengen Königin und Mutter ihre Prinzen ‚weggenommen‘ hatten?

Queen Elizabeth II. und Prinzessin Diana
Queen Elizabeth II. gab zu: Die Monarchie habe Prinzessin Diana viel zu verdanken.

Aber eines muss ich ganz deutlich sagen: Die Fehler von einst macht Elisabeth II. inzwischen nicht mehr. Nicht nur, dass sie Camilla in ihr Herz geschlossen und sogar zugegeben hat, die Monarchie habe Prinzessin Diana viel zu verdanken. Man sieht es vor allem am Umgang mit Herzogin Catherine. Hier ist die Queen nicht im Ansatz die böse Schwieger-Oma. Hier ist sie die liebevolle Ratgeberin, die Kate auf ihre künftige Rolle vorbereitet, auf die Aufgabe als Königin an der Seite von William.

Und vielleicht gibt die alte Dame ihr auch den royalen Rat, irgendwann einmal eine liebevollere Schwiegermutter zu sein als sie es selbst war. Dann nämlich, wenn Prinz George irgendwann einmal die Richtige gefunden hat.

Mit royalem Gruß

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