Hollywood Blog by Jessica Mazur

Die Promis von morgen: Teen-Moms

Die Promis von morgen: Teen-Moms
Die Promis von morgen: Teen-Moms © (Foto: USweekly)

von Jessica Mazur

Möchtegern-Promis, aufgepasst! Vergesst die üblichen Sextapes, multiple Schönheits-Operationen oder prolliges 'Fist Pumping' an der Jersey Shore. Wer es heute auf das Cover eines US-Magazine schaffen will, muss eigentlich nur eins tun: minderjährig schwanger werden. Schon steht einer Karriere in den Klatschmagazinen nichts mehr im Weg!

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Man kann es nicht länger leugnen. Die minderjährigen Mütter haben die amerikanischen Gossipmedien zurzeit fest in der Hand. Im Moment vergeht keine Woche, in der mir nicht wenigstens ein junges Mädchen mit Baby auf dem Arm von mindestens einem der gängigen Klatschblättern entgegenlächelt. Bei den jungen Frauen handelt es sich um die 'Stars' der MTV Reality Show 'Teen Mom', die das Leben von minderjährigen Müttern zeigt. Ich persönlich habe zwar keine Ahnung, wer diese Mädels sind, weiß aber alleine schon von den Titelblättern von US-Magazine 'OK!' und Co., dass die eine pleite und einsam ist, die andere Zoff mit dem Ex hat und sich um das Sorgerecht streitet, dass eine ihrem Baby-Daddy an die Gurgel gegangen ist und dass wieder eine andere so schlechte Noten hat, dass sie ihren High School Abschluss nicht machen kann. Na, Mensch, Entertainment der Spitzenklasse, würde ich sagen. Dank der 'MTV'-Show und den zahlreichen Titelblättern, haben die jungen Mädels inzwischen tausende von Followers auf Twitter, mindestens genauso viele Fans bei Facebook, und es gibt immer mehr US-Blogger, die über jeden ihrer Schritte berichten. "Nicht schlecht"... finden die einen. "Extrem schlecht" urteilen jedoch die anderen!

Mittlerweile melden sich nämlich immer mehr besorgte Elterngruppen, Kinderpsychologen und Erziehungsexperten zu Wort und schwenken die Alarmflagge. In den Augen vieler stellt es nämlich ein großes Problem dar, dass die Gossipmagazine den jungen Müttern derzeit die gleiche Aufmerksamkeit schenken, wie einer Angelina Jolie oder Sandra Bullock. "Diesen jungen Mädchen Titelblätter zu widmen sendet ein Signal an andere Teenager, dass man auf dem Cover eines Magazins landen kann, wenn man sexuell aktiv ist." sagt zum Beispiel Melissa Henson, die Direktorin der Organisation 'Communications and Public Education'. Für Jenn Hoffman, Expertin auf dem Gebiet 'Hollywood Pop Culture' sind die 'Teen-Moms' außerdem ein weiteres Beispiel dafür, dass es sich in Hollywood auszahlt, wenn man Kameras in sein Leben lässt und sein Privatleben verkauft. Und für die Kinderpsychologin Nancy B. Irwin steht schon jetzt fest, dass es in ein paar Jahren die Kinder der 'Teen Moms' sein werden, die ihre eigenen Shows im Fernsehen bekommen. Toll, die Zukunft von Reality-TV ist also gesichert.

Ob der Ruhm der jungen Mütter tatsächlich andere Teenager beeinflusst, ist bislang allerdings nicht bewiesen. Aber spätestens wenn die 'Teen Moms' anfangen Bücher zu schreiben und ihre eigenen Parfüms und Kinderkollektionen auf den Markt bringen, sollte man vielleicht doch noch mal einen kritischen Blick auf das ganze werfen...!

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur

 

Die Promis von morgen: Teen-Moms
© Bild: Jessica Mazur