Hollywood Blog by Jessica Mazur

Die "Paris"-Schmerzgrenze ist erreicht

Die "Paris"-Schmerzgrenze ist erreicht
Die "Paris"-Schmerzgrenze ist erreicht

von Jessica Mazur

 

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Ich bin am Samstagnachmittag über den Hollywood Boulevard gefahren. Und wen sehe ich da direkt vor dem berühmten Kodak Theatre? Zwischen Spiderman, Superman und Marilyn Monroe? Paris Hilton, wie sie leibt und lebt! Natürlich nicht die Echte, die sitzt ja wieder hinter schwedischen Gardinen.

Nein, aber eine geschäftstüchtige Doppelgängerin, die anscheinend die Gunst der Stunde erkannt hat und sich - inklusive blonder falscher Haare, kleinem Hund und kurzem Rock - für ein paar Dollar 'Tip' mit den Touristen fotografieren ließ. Und die Lady hatte wirklich viel zu tun, die Touris standen Schlange für ein Erinnerungsfoto mit der Hilton-Kopie. Damit ist Paris auf dem Hollywood Boulevard noch beliebter als Shrek, der grüne Oger ;-)

Und die falsche Paris ist natürlich nicht das einzige 'Nachbeben' im Hilton-Szenario, seitdem diese am Freitag wieder eingebuchtet wurde. Immer wenn man denkt, es geht nicht NOCH mehr, wird man hier eines Besseren belehrt! Die Fahrt von Paris von ihrem Haus in den Hollywood Hills bis zu ihrer Anhörung in Downtown LA wurde von drei Hubschraubern quer durch die Stadt verfolgt, und - wie sollte es auch anders sein - LIVE ins amerikanische Fernsehen übertragen!

Seit diesem Moment gibt es außerdem keine Nachrichtensendung, die nicht etliche B-, C-, und D-Promis zu dem "Hilton-Case" befragt und eine "Wurde Paris fair behandelt? CALL NOW!"-Umfrage im Programm hat (die meistens mit JA beantwortet wird). Darüber hinaus habe ich inzwischen so viele "Exklusiver Einblick in den Lynwood Frauenknast"-Dokumentationen gesehen, dass ich das Gefühl habe, die Insassinnen alle mit Vornamen zu kennen. Wobei ich sagen muss, dass ich die Bedenken des Sheriffs, Paris' Sicherheit könnte gefährdet sein, nach diesen Sendungen durchaus nachvollziehen kann. Das ist echt nicht ohne in Lynwood, da sitzen EINIGE ganzkörpertättowierte Mamas ihre Zeit ab...

Und alle drei Minuten kommt eine neue Meldung im TV oder im Radio: Sie muss doch nur 23 Tage absitzen - sie darf in den Twin Towers bleiben - sie hat gegessen - sie hat getrunken - Papa Hilton hat den Sheriff bestochen - Schwester Hilton hat ihr zusammen mit Ex-Freund Hilton einen Besuch abgestattet...blablabla. Langsam aber sicher ist meine ganz persönliche "Paris-Schmerzgrenze" wirklich erreicht...

Deshalb freue ich mich auch sehr, gleich eine Freundin aus Deutschland vom Flughafen abzuholen, die mich für zehn Tage besuchen kommt. Ich hoffe nur inständig, dass es nicht als Erstes heißt: "Lass uns mal zum Hollywood Boulevard fahren...Foto mit "Paris" machen!" ;-)

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur

Die "Paris"-Schmerzgrenze ist erreicht
© Bild: Jessica Mazur