Die Ludolfs: So zerstritten sind die Stars der Dokusoap

Die Ludolfs: So zerstritten sind die Stars der Dokusoap
Schräge Typen oder tragische Figuren? Die verbliebenen drei Ludolf-Brüder Uwe, Peter und Manni (v. l.) sind heute tief zerstritten © kabel eins

Auch Schrottplätze können spannend sein. Das bewiesen von 2006 bis 2011 die kauzigen Brüder Uwe, Manni, Horst-Günter und Peter Ludolf auf dem Männer-Spartensender DMAX mit knapp 100 Folgen der Dokusoap "Die Ludolfs - 4 Brüder auf'm Schrottplatz". Und zwar so erfolgreich, dass kabel eins die Schrottverwertung übernommen hat und ab Januar 2016 "Die Ludolfs - Das Schrottimperium ist zurück" in der Sonntags-Primetime ausstrahlte. Aber die Quoten waren mies und am 14. Februar lief die vorerst letzte Folge über die Abenteuer der Autoverwerter. Zu allem Überfluss scheint jetzt auch der seit 2014 brodelnde Bruderzoff gänzlich zu eskalieren. Die Rede ist von 200.000 gestohlenen Euro und einer Räumungsklage.

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Räumungsklage und Diebstahl

Schlammschlacht auf Facebook und YouTube

Schon in der neuen Staffel waren von den ursprünglich vier Brüdern nur noch Manni und Uwe übrig. Sie haben einen eigenen Schrottplatz, die "Ludolf World" eröffnet, um den sich in der Fortsetzung alles drehte. Bruder Horst-Günter ist 2011 im Alter von 56 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben und Bruder Peter wollte unterdessen abseits der Bildschirme weiter den ursprünglichen TV-Schrottplatz der Familie im rheinland-pfälzischen Dernbach betreiben. Doch dann gab's Zoff: Peter gegen Manni und Uwe. Der Streit entwickelte sich auf Facebook schnell zu einer Schlammschlacht und per Videobotschaften teilten die Rivalen sich ihre Sicht der Dinge mit.


Geld ist dicker als Blut

Neuster Stand der Dinge ist, dass Manni eine Räumungsklage gegen seinen Bruder Peter erwirkt hat, wie dieser auf YouTube sichtlich mitgenommen erzählt. Er wird Haus und Hof verlassen müssen und damit das endgültige Aus der Dernbacher Schrott-Dynastie besiegeln. Und während Peter außerdem der Meinung ist, seine Brüder hätten 200.000 Euro - die er in Zigarettenschachteln und Dosen im Haus versteckt hatte - geklaut, sehen Manni und Uwe das anders. In einer Videobotschaft auf "bild.tv" stellen sie klar: "Peter hat alles genommen und gestohlen."


"Die müssen wohl im Lotto gewonnen haben"

Doch selbst die Ermittler scheinen der Sache nicht ganz zu trauen: Weil sich Manni und Uwe kurz nachdem bei Peter eingebrochen wurde, ein neues Grundstück und einen Mercedes kauften, drückte sich ein Polizeisprecher auf Nachfrage der "Bild"-Zeitung zweideutig aus: "Die müssen wohl im Lotto gewonnen haben." Eines steht fest: Die Zeiten als die Serie bei DMAX Quote brachte und die Ludolfs dank brüderlicher Eintracht mit Vollgas Kapital aus ihren Alteisen-Geschichten schlugen, sind vorbei.


Sogar Bushido und Stefan Raab wollten die Schrott-Brüder sehen

Damals haben die Ludolfs nicht nur die Platte "Wir vom Schrott" aufgenommen und wurden von Stefan Raab zur "TV total Stock Car Crash Challenge" und zur "Wok-WM" eingeladen. Sie waren sogar mit dem Film "Die Ludolfs - Der Film: Dankeschön für Italien!" im Kino. Und hatten die Rapper Bushido und Kay One als Kunden, die bei ihnen in der Folge "Daddy Cool" Ersatzteile für einen Ford Fiesta suchten. Der unerwartet große Erfolg war am Ende vielleicht doch ein wenig zu viel für die vier Brüder aus dem Westerwald.



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