Die Lochis: "So ein Kinofilm ist echt was Großes"

Die Lochis: "So ein Kinofilm ist echt was Großes"
Die Lochis Roman (li.) und Heiko spielen sich in "Bruder vor Luder" selbst © Constantin Film Verleih

Die Zwillinge Heiko und Roman Lochmann sind ziemlich berühmt. Denn im Netz erreichen die 16-jährigen Youtuber mit ihren Videos unter dem Pseudonym "Die Lochis" bis zu 1,7 Millionen Abonnenten. Jetzt wagen sich die beiden an ein neues Metier: Sie wollen die große Leinwand für sich erobern. Mit dem Film "Bruder vor Luder", der an Heiligabend in die Kinos kommt, haben die Lochis ihre Offline-Karriere gestartet. Was der Film für sie bedeutet und wieviel Herzblut darin steckt, verraten sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

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"Bruder vor Luder"

Woher kam die Idee, jetzt einen professionellen Spielfilm zu drehen?

Heiko: Die Idee kam nicht ganz von uns, sondern eher vom Produzenten, mit dem wir das letztendlich auch gemacht haben. Der Sohn eines der Produzenten war halt Lochis-Fan - dementsprechend sind die so auf uns aufmerksam geworden, haben uns kennengelernt und fanden cool, was wir machen. Vor zwei Jahren haben die uns dann gefragt, ob wir Bock auf einen Kinofilm hätten. Das war damals echt krass. So ein Kinofilm ist wirklich was Großes. Dann haben wir uns da Gedanken gemacht.


Ihr habt intensiv am Drehbuch mitgearbeitet. Woher kam die Inspiration zu der Geschichte?

Heiko: Wir haben versucht, das Ganze relativ authentisch zu halten. Wir werden jeden Tag mit Geschichten wie bei "Bruder vor Luder" konfrontiert und wir wollten auf jeden Fall was machen, das realitätsnah ist.


Roman: Wir wollten, dass die Leute uns den Film abkaufen, und sehen, dass das keine abgespacete Cyber-Geschichte ist. Deswegen haben wir uns im Grunde auch selbst gespielt. Der Film spielt ja auch da, wo wir herkommen, in Darmstadt. Da war uns besonders wichtig, dass alles authentisch bleibt.


Das heißt, ihr habt euch im wahren Leben auch schon wegen eines Mädchens gestritten?

Heiko: Nee, glaub ich nicht. Wir kennen uns jetzt schon so lange - wir würden das nicht machen. Wenn einer was mit einem Mädchen hat, oder beide dieselbe lieben, dann würden wir uns trotzdem nicht in die Quere kommen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass wir uns mal so krass streiten, dass wir uns nie mehr sehen wollen. Wir sind einfach ein sehr gutes Team. Das muss Bestand haben.


Roman: Eben "Bruder vor Luder".


Wie kam es zu der Rollenverteilung? Wie hätte die Story ausgesehen, wenn Jessy sich Roman geschnappt hätte?

Roman: Das ist eine sehr gute Frage. Vielleicht sieht man das ja dann im zweiten Teil (lacht).


Heiko: Wir haben uns zig Mal mit dem Autor getroffen, aber darüber haben wir uns keine Gedanken gemacht. Wahrscheinlich hätte das Ergebnis ähnlich ausgesehen.


Heiko, in dem Film gibt es zwei Szenen, im Restaurant und im Schwimmbad, in denen es etwas mehr von dir zu sehen gibt. Wie war es für dich, blank zu ziehen und zu wissen, dass das für die große Leinwand ist?

Roman: Das war schon sehr unangenehm beim Dreh. Aber nicht unbedingt wegen der nackten Haut, sondern eher weil du auch mal einen Ständer hattest im Schwimmbad. Ich glaube, das war schon sehr unangenehm für den Heiko.


Heiko: Sagen wir mal, ich hatte schon Spaß beim Dreh - aber man ist dann auch froh, wenn die Szene abgedreht ist und man weiß, dass man eine lustige Szene im Kasten hat. Das gibt dann auch die Motivation, das Ganze durchzuziehen. Man ist ja in seiner Rolle und dementsprechend sollte man sich dafür auch nicht schämen.


Es scheint, dass euch im Film und auch bei euren Videos nichts wirklich peinlich ist. Was muss passieren, damit ihr doch mal einen roten Kopf bekommt?

Heiko: Ich schäme mich eigentlich nie.


Roman: Doch.


Heiko: Ja, gut. Also wenn mir im wahren Leben das passieren würde, was mir im Film passiert, dann wäre mir das doch sehr unangenehm.


Der Film startet an Heiligabend in den Kinos. Habt ihr dann besondere Pläne für Weihnachten?

Heiko: Wir feiern Weihnachten natürlich mit der Familie, das steht für uns immer noch im Vordergrund. Unsere Familie steht über allem.


Roman: Ich denke mal, wir werden mittags ins Kino gehen, "Bruder vor Luder" gucken und abends mit der ganzen Familie bei der Oma essen. Dann nochmal essen. Und dann nochmal essen. Wie sich das gehört an Weihnachten. Und dann wieder zwei Wochen hungern.



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