Die Last der Krone: Wer wird das nächste Königspaar?

Thronwechsel Niederlande: Die Last der Krone
Wie groß ist die Last der Krone?

Sie stehen in den Startlöchern

Alle jungen Thronfolger, die am 30. April beim Thronwechsel in den Niederlanden dabei waren, haben eines gemeinsam: Sie haben eine Bürgerliche geheiratet. Der frisch gebackene König Willem-Alexander die Bankerin Máxima, Prinz Felipe von Spanien die Journalistin Letizia und die schwedische Prinzessin Victoria ihren Fitnesstrainer Daniel.

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Die Liebe macht die schwere Bürde der Krone nicht leichter - vorausgesetzt, man hätte sie denn mal. Prinz Charles gilt als der am längsten wartende Prinz. Er ist 64 Jahre alt, wird bald Großvater und solange die Queen im Amt ist, passiert nichts.

Wenn man Eduard, Prinz von Anhalt, glauben kann, will Charles es auch gar nicht anders: "Der ist froh, dass er den Mund aufmachen kann, kritisieren kann. Das kann eine Königin nicht. Sie darf nur das sagen, was das Parlament ihr vorschreibt."

Und während Prinz Charles ganz glücklich auf der Wartebank sitzt, übt sich Kronprinz Felipe in Spanien schon mit königlichen Aufgaben. Er gilt mit hoher Wahrscheinlichkeit als der nächste König in Europa. Sein Vater König Juan Carlos kämpft mit seiner Gesundheit, hatte in den letzten zwei Jahren drei Hüftoperationen. Aber die größte Sorge gilt Letizia. Sie wirkt schon in ihrer Rolle als Prinzessin oft labil.

Denn jede Prinzessin und jeder Prinz weiß, dass es die Pflicht ist, eines Tages Königspaar zu sein - ob sie wollen oder nicht. Bei Victoria von Schweden ist es das Volk, das sich einen Wechsel herbeisehnt. Sie ist mit Mann Daniel und Töchterchen Estelle der absolute Gegenentwurf zu ihrem Vater König Carl Gustaf, der Schlagzeilen mit außerehelichen Eskapaden machte.

Für Willem-Alexander und Máxima wird es jetzt eine große Herausforderung sein, Zeit für die Familie zu haben. Es stehen Antrittsbesuche und Auslandsreisen an. Aber dafür bekommt der König immerhin satte 825.000 Euro Jahresgehalt. Bleibt nur zu hoffen, dass Willem-Alexander auch als König die Krone nicht über seine Kinder stellt.

(Bilderquelle: dpa / Imago)