Die Kino-Tipps im Mai

Die Kino-Tipps im Mai
Tom Hardy wird in "Mad Max: Fury Road" die Nachfolge von Mel Gibson antreten © Warner Bros. DE/Youtube/Screenshot

Ein wütender Max, ein furchteinflößendes Monster und jede Menge einstürzender Gebäude: Der Mai setzt wie der Vormonat auf brachiale Action. Aber auch Horror- und Science-Fiction-Fans werden voll auf ihre Kosten kommen.

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Viel Action garantiert

"Mad Max: Fury Road", 14. Mai

In der postapokalyptischen Welt von "Mad Max: Fury Road" herrscht das Gesetz des Stärkeren. Jede Form von Zivilisation ist zusammengebrochen, in der kargen Wüstenwelt ist sich jeder selbst der Nächste. Die zwei wichtigsten Ressourcen sind Wasser und Benzin. Max (Tom Hardy), ein Mann weniger Worte, verlor beim Zusammenbruch der Gesellschaft alles. Als Einsiedler fristet er seither sein Dasein und durchstreift die Wüste - doch unbarmherzige Gangs machen es ihm gar nicht so einfach, friedfertig zu leben. Gemeinsam mit der mysteriösen Furiousa (Charlize Theron) versucht er, dem Alptraum zu entkommen, der sein Alltag geworden ist.


Einschätzung:


Unglaubliche 35 Jahre ist es her, dass Mel Gibson als Titelheld Max das Leben seiner ermordeten Familie rächte. So kultig zumindest der erste Teil der "Mad Max"-Reihe auch ist, sonderlich gut gealtert ist auch er nicht. Denn der Film lebte vor allem von den Verfolgungsjagden der aufgebohrten Boliden. Aus heutiger Sicht ist die damalige Umsetzung der Action-Sequenzen aber nicht wirklich rasant und zuweilen sogar unfreiwillig komisch. Da kommt es doch gerade gelegen, dass man als Nachfolger für den in die Jahre gekommenen Gibson mit Tom Hardy einen der vielseitigsten Schauspieler der aktuellen Kino-Landschaft engagieren konnte.


"A World Beyond", 21. Mai

Das aufgeweckte Mädchen Casey (Britt Robertson) und der verbitterte Wissenschaftler Frank (George Clooney) könnten unterschiedlicher nicht sein. Dennoch führt sie das Schicksal eines Tages zusammen, um auf eine sagenhafte Abenteuerreise zu gehen. Das ungleiche Duo reist in eine andere Welt namens Tomorrowland, ein Ort, an dem einst Frieden und Glückseligkeit herrschte. Doch damit ist es vorbei, seit der Schuft David Nix (Hugh Laurie) die Macht ergriffen hat. Frank und Casey beschließen, seinen Machenschaften ein Ende zu bereiten und Tomorrowland zu alter Schönheit zu verhelfen.


Einschätzung:


Schon allein um George Clooney in einem Fantasy-Science-Fiction zu sehen, dürfte sich die Kinokarte für "A World Beyond" lohnen. Denn so vielseitig der Schauspieler auch ist, in einer derartigen Welt hat man ihn noch nie gesehen. Auch von Nachwuchs-Star Britt Robertson will man spätestens seit ihrer überzeugenden Darbietung im Drama "Cake" mehr sehen. "Mission: Impossible - Phantom Protokoll"-Regisseur Brad Bird inszeniert "A World Beyond" nach dem Drehbuch von Damon Lindelof und Brad Bird. Auf dem Papier klingt das nach einer äußerst vielversprechenden Mischung.


"San Andreas", 28. Mai

Ganz Kalifornien wird von einem desaströsen Erdbeben zerstört. Mitten im Zentrum der Katastrophe macht sich ein Rettungs-Pilot der Feuerwehr von Los Angeles (Dwayne "The Rock" Johnson) und seine Frau auf, deren gemeinsame Tochter zu retten. Das einzige Problem: Der Nachwuchs hat sich nicht nur längst von seinen Eltern entfremdet, sondern lebt auch im über 600 Kilometer entfernten Los Angeles. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


Einschätzung:


Endlich ein Katastrophen-Film alter Schule, der nicht von Roland Emmerich stammt. Das alleine ist natürlich noch kein Garant für einen guten Streifen, aber es ist ein Anfang. Und mit Dwayne Johnson wartet "San Andreas" immerhin mit einem der erfahrensten Action-Helden der aktuellen Kino-Szene auf. Anders sieht es da bei Regisseur Brad Peyton aus - das reine Action-Genre war bislang nämlich noch nicht sein Steckenpferd. Für "Die Reise zur geheimnisvollen Insel" arbeite Peyton übrigens schon einmal mit Johnson zusammen und landete damit einen handfesten Überraschungs-Hit. Auch mit "San Andreas" könnte er dieses Kunststück fertig bringen.


Geheimtipp: "Der Babadook", 07. Mai

Die alleinerziehende Mutter Amelia ist hoffnungslos überfordert. Als wäre ihr Job als Krankenschwester nicht schon anstrengend genug, muss sie sich nach dem Tod ihres Mannes auch noch ganz alleine um ihren verhaltensgestörten Sohn Samuel kümmern. Eines Abends liest sie ihm ein Kinderbuch mit dem Titel "Mister Babadook" vor und der Junge glaubt darin das Monster aus seinen Alpträumen zu erkennen. Anfangs tut Amelia die Angst ihres Sohnes noch als kindliche Fantasie ab, doch nach und nach beginnt auch sie, die Präsenz eines seltsamen Wesens in den eigenen vier Wänden zu spüren.


Einschätzung:


Wenige Horror-Gattungen sind in der vergangenen Zeit so ausgeschlachtet worden, wie das "Haunted House"-Genre. Und dennoch, der kleine Indie-Film "Der Babadook" aus Australien könnte dem Stoff noch einmal etwas Neues hinzufügen. Das verspricht zumindest die durchweg positive Kritik der internationalen Presse, welche die australische Produktion bereits sehen konnte.

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