Die Kino-Tipps im Juli mit 'Smaragdgrün', 'Independence Day: Wiederkehr' und 'Star Trek Beyond'

Die Kino-Tipps im Juli
Weltuntergang à la Emmerich: Auch in "Independence Day: Wiederkehr" brennt der Himmel © 2016 Twentieth Century Fox

Von wegen Sommerloch: Der Juli hat es für Cineasten in sich und bietet mit dem Abschluss einer beliebten Jugendbuchverfilmung, einer jahrzehntelang erwarteten Fortsetzung und einem neuen Werk von Regie-Meister Steven Spielberg für wirklich jeden etwas. Außerdem erfahren Tierbesitzer endlich, was ihre Lieblinge in ihrer Abwesenheit so treiben. Und in weit entfernte Galaxien, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat, wird im kommenden Monat auch noch vorgedrungen.

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Pets, Independence Day 2, BFG

 

"Smaragdgrün", 07. Juli

 

Hat Gideon (Jannis Niewöhner) die junge Zeitreisende Gwendolyn (Maria Ehrich) hinterhältig verraten? Sein Liebesgeständnis scheint jedenfalls nur ein Trick gewesen zu sein, ausgerechnet um ihrem größten Widersacher Graf von Saint Germain zum Vorteil zu gereichen. Doch lange kann sie nicht über Gideons wahre Absichten spekulieren, denn die beiden werden zu einer nervenaufreibenden Flucht in die Vergangenheit gezwungen. Aber kann sie dem Verräter an ihrer Seite jemals verzeihen?

Einschätzung:

Mit "Smaragdgrün" findet die Kinoadaption der erfolgreichen "Edelstein-Trilogie" von Kerstin Gier auch ihren filmischen Abschluss. Wer bereits die beiden Vorgänger "Rubinrot" und "Saphirblau" gesehen und gemocht hat, für den ist das Lösen einer Kinokarte für "Smaragdgrün" quasi ein Selbstläufer. Zumal die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern seit des ersten Teils durchaus fesselnd war und demnach die Auflösung der Geschichte umso spannender wird. Für nebenher ist der Film aufgrund der nicht ganz unkomplizierten Geschichte aber nicht, der Streifen verlangt die Aufmerksamkeit der Zuschauer.

 

"Independence Day: Wiederkehr", 14. Juli

 

20 Jahre ist der verheerende Angriff außerirdischer Wesen auf die Erde her, der die Menschheit an den Rand der Auslöschung trieb. Doch die Attacke hatte auch ihr Gutes, denn nichts verbindet mehr, als ein extraterrestrischer Feind: Die Weltbevölkerung hat zusammengefunden und arbeitet gemeinsam an einem Verteidigungsprogramm, sollten die Aggressoren jemals zurückkehren. Doch mit Schrecken müssen die Menschen feststellen, dass auch die Aliens aufgerüstet haben. Gegen ihre fortschrittliche Technologie scheint abermals kein Kraut gewachsen. Wird es dem Satellitentechniker David Levinson (Jeff Goldblum) mit Hilfe der jungen Kampfpiloten Jake (Liam Hemsworth) und Dylan (Jessie Usher) abermals gelingen, den Angriff abzuwehren? Letzterer weiß immerhin dank seines Vaters Steven Hiller (Will Smith), wie es geht.

Einschätzung:

Wie in "Independence Day: Wiederkehr" vergingen auch in der Realität stolze 20 Jahre, ehe sich die - mit Ausnahme von Smiths Charakter - beliebten Figuren von Roland Emmerichs galaktischer Schlacht auf der Leinwand zurückmelden. "Independence Day" ist seither zum absoluten Kultfilm geworden und Zerstörungs-Nostalgiker werden ab dem 14. Juli den neuerlichen Unabhängigkeitskampf in Heerscharen bestaunen. Aber 20 Jahre sind eben eine verdammt lange Zeit - wird eine Fortsetzung auch nur annähernd den herrlich einfältigen Popcorn-Bombast des Originals erreichen? Man darf gespannt sein...

 

"Star Trek Beyond", 21. Juli

 

Die junge Besatzung der Enterprise zieht auch bei ihrem dritten Kino-Auftritt den Ärger auf regelrecht unlogische Weise an, wie Mr. Spock wohl sagen würde. Bei einer eigentlich harmlosen Forschungsmission gerät die Crew der Föderation in einen Hinterhalt und kann sich ebenso auf eine unbekannte Welt retten. Doch in Sicherheit sind Captain Kirk (Chris Pine), der kauzige Schiffsarzt Pille (Karl Urban), Vulkanier Spock (Zachary Quinto) und die anderen Helden der Enterprise damit noch lange nicht, im Gegenteil. Auf dem fremden Terrain wütet ein erbitterter Kampf zweier verfeindeter Parteien und mittendrin die gestrandete Crew.

Einschätzung:

Überschattet wird "Star Trek Beyond" von dem tragischen Unfalltod des erst 27-jährigen Chekov-Darstellers Anton Yelchin wenige Wochen vor dem Kinostart. Trekkies im Speziellen und Sci-Fi-Fans im Allgemeinen werden den Film daher mit einer großen Portion Melancholie angehen, ähnlich wie es bei der "Fast & Furious"-Reihe um den verstorbenen Paul Walker der Fall war. Gleich im doppelten Sinne schließt sich somit der Kreis, zeichnet sich für "Star Trek Beyond" Justin Lin verantwortlich, der vier Teile der Autoraserei inszenierte. Viele "Star Trek"-Fans buchen daher mit etwas Sorge die Kinotickets - wird aus dem Weltraum-Abenteuer eine stumpfe Action-Orgie? Die ersten Trailer lassen das zumindest vermuten.

 

"BFG - Big Friendly Giant", 21. Juli

 

Die junge Sophie lebt in London in einem Waisenhaus ausschließlich für Mädchen. Die leidenschaftliche Leseratte schmökert gerne bis tief in die Nacht in Büchern oder streift durch die verlassenen Gänge der Einrichtung. Doch eines Tages hört sie von draußen ein seltsames Geräusch. Was Sophie dann erspäht, hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht ausmalen können: eine gigantische Gestalt streift durch die Straßen der Großstadt. Doch auch das Ungetüm erblickt das Mädchen und entführt sie kurzerhand ins Reich der Riesen.

Einschätzung:

Leidenschaftlichen Zockern, allen voran "Doom"-Spielern, könnte beim Kauf einer Kinokarte aus Versehen ein unflätiges Wort über die Lippen rutschen - das "F" in "BFG" steht im Ego-Shooter-Jargon definitiv nicht für "friendly". Eine allzu große Schnittmenge dürfte es bei beiden Gruppen aber ohnehin nicht geben, "Big Friendly Giant" von Steven Spielberg macht einen mitunter zwar düsteren, insgesamt aber doch recht kindlichen Eindruck. Der Film basiert auf dem Kinderbuch von Roald Dahl mit dem deutschen Titel "Sophiechen und der Riese". Am ehesten könnte der Streifen hinsichtlich der Atmosphäre daher mit "E.T. - Der Außerirdische" verglichen werden - ein Kinderfilm, bei dem die ganz Kleinen durchaus Angst bekommen können.

 

"The Legend of Tarzan", 28. Juli

 

In "Legend of Tarzan" sind bereits einige Jahre ins Land gezogen, seitdem der berühmte Dschungelbewohner Tarzan (Alexander Skarsgard) seine animalische Existenz abgelegt hat und stattdessen als Lord Greystoke mit seiner Frau Jane (Margot Robbie) in der Zivilisation lebt. Doch dann soll er als Sonderbotschafter im Auftrag des Parlaments in den Kongo reisen. Was als harmlose Aufgabe beginnt, entpuppt sich schnell als eine hinterlistige Intrige, angetrieben durch die Rachegelüste von Leon Rom (Christoph Waltz). Der hat es auf Tarzans bildhübsche Frau abgesehen...

Einschätzung:

"Ich Tarzan, du Jane" - die Geschichte über den Tierversteher und seine Angebetete ist wahrlich nicht neu. "Legend of Tarzan" von Filmemacher David Yates, seines Zeichens einer der Hauptverantwortlichen der "Harry Potter"-Reihe, basiert auf dem Roman "Tarzan bei den Affen" von Edgar Rice Burroughs aus dem Jahr 1912. Doch anders als die bisherigen Verfilmungen setzt "Legend of Tarzan" nach der bekannten Geschichte des von Affen großgezogenen Jungen ein und könnte so frischen Wind in die Geschichte bringen.

 

"Pets", 28. Juli

 

Der verwöhnte Hund Max (Stimme von Jan Josef Liefers) lässt es sich in dem riesigen Apartment seiner Besitzerin in Manhattan gutgehen. Doch die Idylle wird jäh zerstört, als der zottelige Mischling Duke (Dietmar Bär) Teil der Familie wird. Max und der Neuankömmling können sich ganz und gar nicht riechen, aus den Kontrahenten müssen kurze Zeit später aber notgedrungen Verbündete werden. Das diabolische Kaninchen Snowball (Fahri Yardim) trommelt sämtliche ausgesetzte Tiere zusammen, um sich an den glücklichen Familien-Haustieren zu rächen.

Einschätzung:

In der Realverfilmung "Cats & Dogs" bekriegten sich noch Hund und Katz, in "Pets" bricht der tierische Kampf zwischen Straßen- und Haustieren aus. Das verspricht nicht nur eine gewohnt clevere Botschaft für die Kids, sondern dank der ungemein putzigen Charaktere auch jede Menge Spaß für Groß und Klein. Erst recht Haustierbesitzer werden mit "Pets" ihre wahre Freude haben - wer will nicht wissen, was die Lieblinge so treiben, wenn sie sturmfrei haben?

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