Die Karriere der deutschen Schauspielerin Martina Gedeck

Martina Gedeck
Karriere von Martina Gedeck © dpa, A3637 Jörg Carstensen

Martina Gedeck - Nicht nur in Deutschland ein Star, auch international feiert sie Erfolge

Während ihres Aufenthaltes in New Jersey konkretisierte sich erstmals Gedecks Wunsch, Schauspielerin zu werden.

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Hier besuchte sie einen Schauspielkurs an ihrer High School und übernahm in einem Stück von Turgenew die Rolle einer russischen Magd. Im Jahre 1982 trat sie ihre Schauspielausbildung an der ‘Berliner Hochschule der Künste‘ an und gab ihr offizielles Bühnendebüt 1985 am ‘Theater am Turm‘ in Frankfurt in dem Stück ‘Aschenkinder‘, in welchem sie die Insassin einer Besserungsanstalt spielte. Gedeck zog es daraufhin nach Hamburg – hier war sie unter anderem am ‘Hamburger Schauspielhaus‘ in ‘Der Geizige‘ zu erleben.

Es folgten weitere Gastengagements, darunter am ‘Schauspielhaus Basel‘, bei den ‘Hamburger Kammerspielen‘ und am ‘Theater am Kurfürstendamm‘ in Berlin. 1988 wendete sich Martina Gedeck erstmals dem cineastischen Fach zu und gab ihr Leinwanddebüt in den Produktionen ‘Die Beute‘ und ‘Tiger, Löwe, Panther‘ von Dominik Graf. Die Schauspielerin trat von nun an auch vermehrt in Fernsehserien auf, unter anderem in ‘Die Kommissarin‘, ‘Adelheid und ihre Mörder‘ und ‘Liebling Kreuzberg‘. Der deutschlandweite Durchbruch gelang Gedeck jedoch beim Film: In der Romanverfilmung ‘Krücke‘ übernahm sie 1992 die Rolle der Jüdin Bronka und wurde hierfür von der Kritik hochgelobt.

Es folgten weitere erfolgreiche Produktionen wie ‘Das Leben ist eine Baustelle‘ und die Beziehungskomödie ‘Stadtgespräch‘. Bekannt wurde Gedeck vor allem durch ihre Rolle der Köchin Martha in der Komödie ‘Bella Martha‘. Parallel dazu erreichte die Darstellerin nun auch beim Fernsehen ihren Durchbruch: Für ihre Interpretation der buckligen Bäuerin im ZDF-Film ‘Hölleisengretl‘ wurde sie 1998 mit dem ‘Bayerischen Fernsehpreis‘ ausgezeichnet. Im Laufe der 1990er-Jahre konnte sich Martina Gedeck zunehmend als Charakterdarstellerin etablieren. In der Produktion ‘Ich habe Nein gesagt‘ setzte sie sich mit Vergewaltigungen in der Ehe auseinander, in der filmischen Biografie ‘Hunger auf Leben‘ spielte sie die DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann.

In dem Oscar-prämierten Werk ‘Das Leben der Anderen‘ übernahm sie die Rolle der Schauspielerin Christa-Maria Sieland, in ‘Geliebte Clara‘ setzte sie der Pianistin Clara Schumann ein schauspielerisches Denkmal. 2010 gelang Gedeck ein weiteres Highlight ihrer Karriere: In dem Film ‘Der Baader Meinhof Komplex‘ spielte sie an der Seite von Hans-Werner Meyer die Journalistin und RAF-Urheberin Ulrike Meinhof. Die Schauspielerin erlangte im Laufe ihrer Karriere auch internationale Bekanntheit; so war sie in dem von Robert De Niro produzierten Thriller ‘Der gute Hirte‘ zu sehen.

Martina Gedeck wurde für ihr schauspielerisches Können mehrfach preisgekrönt. Im Jahre 2002 wurde ihr der ‘Deutsche Filmpreis‘ als ‘beste Hauptdarstellerin‘ verliehen, 2007 wurde ‘Das Leben der Anderen‘ als bester ausländischer Film mit einem ‘Oscar‘ ausgezeichnet. Zudem erhielt Gedeck für ihre darstellerischen Leistungen den ‘Bayerischen Verdienstorden‘ und wurde im Jahre 2003 Mitglied der Jury der ‘Berlinale‘.

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