'Die Höhle der Löwen': Ralf Dümmel ist der heimliche Star der VOX-Show

Ralf Dümmel: Der heimliche Star aus "Die Höhle der Löwen"
Steht immer mehr im Vordergrund bei "Die Höhle der Löwen": Ralf Dümmel © VOX / Stefan Gregorowius, SpotOn
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Keiner investiert so viel

15 Deals mit einem Volumen von ca. zwei Millionen Euro. Ralf Dümmel ist bei der aktuellen Staffel der VOX-Show "Die Höhle der Löwen" der mit riesigem Abstand investitionsfreudigste Unternehmer. Seine Kollegen Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Frank Thelen und Jochen Schweizer steckt er mit seiner lockeren und vor allem zahlungswilligen Art komplett in den Schatten. Doch diese Entwicklung überrascht viele.

Vor der Ausstrahlung galt Ralf Dümmel als die graue Maus unter den Investoren. "Ich bin der Unbekannteste von allen dort", stellte Dümmel selbst vor wenigen Wochen noch in einem Interview mit dem Magazin "stern" fest. Längst alles Schnee von gestern. Doch warum sitzt der Groschen bei dem gebürtigen Bad Segeberger so locker?

Zugegeben: Auch wenn Dümmel während den Show-Pitches zusagt, heißt das noch lange nicht, dass am Ende das Invest auch tatsächlich zustande kommt. Wie Dümmel ebenfalls dem "stern" erzählte, kamen bei ihm bislang allerdings immerhin 12 von den 15 Deals tatsächlich zusammen - eine höhere Quote als bei sämtlichen seiner Mit-Investoren.

"Wir setzen uns immer sehr schnell nach der Aufzeichnung zusammen mit den Gründern an einen Tisch und dann werden alle Karten offen gelegt", berichtet Dümmel über das Dilemma, dass während der Show nicht alle Details im Fernsehstudio geprüft werden können. Er wolle allerdings wirklich investieren und auch bei auftretenden Problemen wäre es immer sein Ziel, "eine Lösung zu finden."

Ralf Dümmel hat Ahnung von den Produkten

Vor allem die Beschaffenheit der in der Show vorgestellten Produkte passt zu dem 50-Jährigen wie die Faust aufs Auge. Er selbst ist seit dem Jahr 2000 Geschäftsführer von DS Produkte, eine 400 Mitarbeiter und rund 250 Millionen Euro umsatzstarke Handelsgesellschaft aus Bielefeld, die unzählige Non-Food-Artikel für die Vermarktung im Internet und TV liefert.

Die Taktik bisher: "Günstig in Asien produzieren, günstig in Deutschland verkaufen." Dümmel kennt sich also aus mit Produkten, riecht förmlich, ob Potential vorhanden ist oder ob es sich um einen möglichen Rohrkrepierer handelt. Das erkennen auch seine Kollegen an: "Ralf hat die beste Ausgangssituation in der Jury", meint Jochen Schweizer.

Zusätzlich hat er ein Ohr für die Geschichten hinter dem Produkt. Zum Beispiel: Die Familie Kaulartz kündigte sogar ihre Rentenversicherungen, um ihr gesamtes Hab und Gut in den sogenannten Pannenfächer zu investieren - bunte, beschriftete Schilder fürs Autodach, die im Falle einer Panne den Verkehr auf die jeweilige konkrete Situation aufmerksam machen sollen.

100.000 Stück wurden bereits produziert, ab kommender Woche sollen sie bei Netto, Karstadt oder Otto vertrieben werden. Doch Dümmel hatte nicht nur am Produkt Interesse, sondern an der gesamten Geschichte: "Das ist für mich eine Herzensangelegenheit. Natürlich glaube ich auch an das Produkt, aber ich möchte der ganzen Familie auch helfen."

Von weit unten, nach ganz oben

Diese perfekte Mischung aus Unternehmensgeist und Bodenständigkeit stammt wahrscheinlich aus seiner eigenen Vergangenheit. Dümmel arbeitete sich von weit unten, nach ganz oben - mithilfe eines Zufalls. Zunächst nur mit Hauptschulabschluss ausgestattet, fing er in einem Möbelhaus das Arbeiten an. "Ich war lange ein Problemfall", sagte Dümmel über sich selbst.

Eine Freundin von ihm arbeitete genau zu dieser Zeit als Babysitterin im Hause von Dieter Schwarz, der ursprüngliche Gründer von DS Produkte. Sie kamen zunächst ins Gespräch und es entwickelte sich fortan eine Männerfreundschaft - und ganz nebenbei ein unfassbar erfolgreiches Unternehmen.

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