Die größten Lebensmittel-Mythen

Die größten Lebensmittel-Mythen
Beim Anblick dieser Schoko-Stückchen wird selbst Jennifer Lopez schwach. © Evan Agostini/Invision/AP

Ist ein Gerücht erst mal in die Welt gesetzt, verschwindet es so schnell nicht mehr. Das gilt nicht nur für Promi-Trennungen und -Liebschaften, sondern auch im Hinblick auf unsere Gesundheit. Gerade in Sachen Lebensmitteln kursiert besonders viel Halbwissen. Zeit, um Klarheit zu schaffen und den gängigen Mythen auf den Grund zu gehen.

Das sollten Sie wissen

Margarine statt Butter für die schlanke Figur

Wer abnehmen will, sollte die klassische Butter durch Margarine ersetzen, so lautet jedenfalls die gängige Meinung. Tatsächlich haben beide Produkte aber gleich viel Kalorien und unterscheiden sich auch im Fettgehalt nicht voneinander. Der Unterschied liegt im Detail: Butter wird aus Kuhmilch hergestellt, Margarine aus Pflanzenölen. Damit ist sie zwar für Veganer geeignet, während einer Diät bringt sie aber keinen Vorteil. Zudem ist Margarine ein industriell hergestelltes Streichfett. Das allein klingt im Gegensatz zur natürlichen Butter doch schon wenig appetitlich, oder?


Salz schadet dem Körper

Wie viel Salz darf es sein? Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Salzen die einen vor dem Essen erstmal kräftig nach, verzichten die anderen lieber komplett darauf - schließlich ist die Substanz schädlich für den Körper. Wirklich? Nicht unbedingt, denn die Menge macht den Unterschied. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt maximal sechs Gramm täglich, doch neueste Forschungen fanden heraus, dass sich die Sterblichkeit vor allem bei zu wenig Salzkonsum erhöht.


Bio-Lebensmittel sind gesünder

Bio-Liebhaber dürften sich über diese Erkenntnisse nicht freuen: Die Stanford University fand bei der Analyse zahlreicher Studien heraus, dass Bio-Lebensmittel generell nicht gesünder sind als konventionelle Produkte. Die Forscher fügen aber ausdrücklich hinzu: "Es gibt zahlreiche andere Gründe, um Bio zu kaufen". In Hinblick auf weitere Faktoren hat Bio-Ware nämlich trotzdem die Nase vorn. Dazu zählen zum Beispiel der Geschmack und die umweltschonendere Anbauweise.


"Light"-Produkte sind gut zum Abnehmen

Wer auf Diät ist, hat es nicht leicht. Gerne wird da zu den zahlreichen Light-Produkten gegriffen - schließlich haben diese ja weniger Kalorien, oder? Leider stimmt das nicht immer, denn Fett ist Geschmacksträger Nummer eins. Wenn dieser fehlt, muss ein Ersatz her. Häufig besteht dieser aus Stärke oder Zucker - gesünder ist das nicht. "Fettarm" bedeutet also nicht automatisch "kalorienarm"!


Schokolade macht glücklich

Klingt zu schön, um wahr zu sein und ist es leider auch. Der Mythos, Schokolade sorge für Glücksgefühle, hält sich hartnäckig, konnte wissenschaftlich aber bisher nicht belegt werden. Dabei enthält die Süßigkeit tatsächlich einen Inhaltsstoff, der von Forschern als "Glückshormon" bezeichnet wird. Gemeint ist damit Phenylethylamin, das sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirkt. In Schokolade ist die Substanz allerdings nur in so geringen Mengen enthalten, dass der Effekt ausbleibt. Schade eigentlich!


Alkohol ist schädlich

Der generelle Glaube, dass Alkohol der Gesundheit schadet, stimmt so vermutlich nicht. Natürlich sollten wir es nicht übertreiben - der Kater am nächsten Morgen spricht für sich - in Maßen können Wein und Co. aber womöglich sogar gut für die Gesundheit sein. Grund dafür ist vermutlich die geringere Ablagerung in Gefäßen. Welche Mengen angebracht sind, ist jedoch weiter umstritten.



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