Diamant für über 18 Millionen Franken versteigert

Diamant
Ein echtes Schmuckstück. Foto: Jean-Christophe Bott © deutsche presse agentur
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Es dauerte gerade mal 3,5 Minuten. Dann hat sich ein anonymer Bieter per Telefon gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt und sich für 18,1 Millionen Franken (16,9 Millionen Euro) einen der weltweit spektakulärsten rosafarbenen Diamanten gesichert.

Dies teilte das Auktionshaus Christie's in Genf mit, wo das Juwel am Dienstagabend unter den Hammer kam.

Das 9,14 Karat schwere Prunkstück ist das zweitgrößte seiner Form und Farbe und hat in diesen Kategorien den zweithöchsten Preis überhaupt in einer Auktion erreicht. Der größte und 15,38 Karat schwere rosa Diamant kam im Mai dieses Jahres in Genf beim Aktionshaus Sotherby's unter den Hammer. Er erzielte einen Rekordpreis von umgerechnet 26,6 Millionen Euro.

Unter Milliardären ist die Nachfrage nach farbigen Diamanten in den letzten Jahren stark gestiegen. Gleichzeitig seien große bunte und daher besonders teure Edelsteine immer seltener im Angebot, sagte Christie's-Sprecherin Alexandra Kindermann. Das treibe die Preise in die Höhe und vergrößert den Wert der Steine als alternative Vermögensanlage, sagt sie. Das Geschäft boomt. "Es gibt immer weniger Minen, die wertvolle Diamanten produzieren können", sagte sie. "Daher werden solche Juwelen immer wertvoller."

Der am Dienstag versteigerte rosa Diamant hat die seltenste und unter Superreichen gefragteste Farbausprägung "Fancy Vivid", die nach Angaben des Auktionshauses nur ein Prozent aller Diamanten weltweit besitzen. Das Prunkstück ist in Birnenform geschliffen. Schmuckstücke in dieser Form werden in Fachkreisen wegen ihrer außerordentlichen Klarheit und reinen Struktur geschätzt, da sie so das Licht am besten reflektieren.

Der Vorbesitzer des rosa Edelsteins bleibt anonym. Die Herkunft des Juwels ist laut Christie's unbekannt.

Am Mittwochabend hofft Christie's Konkurrent Sotheby's einen blauen "Fancy Vivid" Diamanten für einen noch höheren Preis als den heute versteigerten rosafarbenen zu versteigen - für umgerechnet 23,2 Mio Euro.


Quelle: DPA
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