"Der Hund begraben": Schwarze Komödie à la "American Beauty"

"Der Hund begraben": Schwarze Komödie à la "American Beauty"
"Der Hund begraben" mit Georg Friedrich (l.) und Justus von Dohnányi © Movienet Film / Hendrik Heiden, SpotOn

Von Midlife- und anderen Krisen

Alles andere als ein Hans im Glück: In "Der Hund begraben" (Kinostart: 23. März) führt Familienvater Hans (Justus von Dohnányi, 56) ein freudloses Leben. Und als das auch noch ins Wanken gerät, nimmt die menschliche Katastrophe ihren Lauf. Ausgelöst wird diese durch das Auftauchen und Verschwinden eines streunenden Hundes, in den sich Ehefrau Yvonne (Juliane Köhler, 51) sofort verliebt.

Hans ist eifersüchtig auf das Tier, fühlt sich nach seinem Jobverlust vollends überflüssig und sucht Hilfe bei einem merkwürdigen Fremden, dem undurchsichtigen Mike - Paraderolle für den frisch gebackenen Berlinale-Star Georg Friedrich (50, Silberner Bär für "Helle Nächte"). Doch der fragt nur: "Was bringt einen Mann wie dich in eine Lage wie diese?"

In der schwarzen Komödie geht es um: Die Angst, ersetzbar zu sein. Die Unfähigkeit, über Gefühle zu reden. Den richtigen Moment, um die Wahrheit zu sagen. Um Manipulation, den falschen Umgang mit Problemen... und eine extrem unschöne Situation, in der das Handy wirklich ausgeschaltet sein sollte. "Der Hund begraben" erzählt aber auch von der unglaublichen Freiheit, die man gewinnt, wenn man alles verliert.

Lohnt sich der Kinobesuch?

Ja. Hätten die Verantwortlichen allerdings andere Schauspieler engagiert, würde die Antwort vielleicht etwas anders ausfallen. So aber ist es eine kleine, feine und schlicht, aber mit viel Liebe zu den Figuren inszenierte Geschichte geworden. Sie erinnert durchaus an eine grauere und deutschere Version des Oscar-Erfolgs "American Beauty" (1999). Denn von Anfang an ist klar, dass es kein gutes Ende nehmen wird. Nur für wen, das bleibt bis zum Schluss der pechschwarzen Komödie offen...

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