Der Deutsche Fernsehpreis bald nicht mehr im TV

Deutscher Fernsehpreis
Deutscher Fernsehpreis © Cover Media

Der Deutsche Fernsehpreis wird in Zukunft wohl wesentlich kleiner ausfallen.

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Das Netz lästert

1999 ging die erste Gala in Köln über die Bühne, 16 Mal baten die Stifter Das Erste, ZDF, RTL und Sat.1 zum großen Promi-Treff. Das wird es so in Zukunft nicht mehr geben:

Am 22. Januar gaben die Männer hinter dem Deutschen Fernsehpreis - Thomas Bellut (ZDF), Tom Buhrow (WDR), Frank Hoffmann (RTL) und Nicolas Paalzow (Sat.1) - bekannt, den Preis "in seiner bisherigen Form nicht fortzusetzen". So stand es in der Pressemitteilung des ständigen Sekretariats.

Was dort außerdem zu lesen war, löste viel Kritik auf den sozialen Medien aus: Statt einer Fernsehgala soll es ab 2016 einen "Branchentreff" geben, der nicht im TV ausgestrahlt wird.

Ein Fernsehpreis ohne TV-Übertragung also? Das fanden viele Twitter-User unlogisch: "Innovative Idee, etwas wie einen Fernsehpreis zu machen, es aber nicht im Fernsehen zu übertragen. Selbstbespaßung?", kommentierte eine Userin zynisch, während ein anderer meinte: "Man hat das Gefühl, das deutsche Fernsehen will gar nicht ernst genommen werden."

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich angedeutet, dass der Deutsche Fernsehpreis bald Geschichte sein wird: Im Sommer fanden erste Überlegungen statt, die Preisverleihung neu zu konzipieren, eine Produzentenausschreibung wurde eingeleitet. Doch auch die eingereichten neuen Ideen konnten das TV-Format nicht retten.

Dirk Jander, Geschäftsführer Deutscher Fernsehpreis GmbH, sagte laut 'DWDL.de' am Donnerstag in einer Erklärung dazu: "Auch wenn bei den Konzepten sehr vielversprechende, innovative Ideen enthalten waren, die einen wichtigen Impuls für den Fernsehpreis bedeutet hätten, konnten die Zweifel an einer erfolgreichen Neuausrichtung im Stifterkreis leider nicht in erforderlichem Maße ausgeräumt werden."

2015 findet der Deutsche Fernsehpreis überhaupt nicht statt, 2016 wird er vermutlich trotz fehlender TV-Kameras im Mittelpunkt des Interesses stehen - dann allerdings als Branchentreff.    

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