David Garrett und der Escortservice: "Sex ist nicht der Hauptgrund"

David Garrett und der Escortservice: "Sex ist nicht der Hauptgrund"
David Garrett bei einem seiner Konzerte © imago/localpic

Der deutsche Star-Geiger David Garrett (35, "Explosive") gilt als Frauenschwarm - seine Ex-Freundin lernte er aber kennen, als er sie über einen Escortservice buchte, wie der Musiker jetzt in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" sagte. Der Anlass dafür, dass Garrett so offen über sein Privatleben spricht, ist allerdings kein schöner: Diese Ex-Freundin, US-Pornostar Ashley Youdan alias Kendall Karson (28), wirft dem Musiker demnach "Körperverletzung und abseitige Sexpraktiken" vor. "Ich gehe an die Öffentlichkeit, weil ich unter Zugzwang stehe", sagt Garrett. "Ich habe keine andere Wahl. Sie hat gegen meinen Willen Privates öffentlich gemacht, und ich fühle mich von ihr erpresst." Youdan will ihn angeblich auf mehrere Millionen Dollar Schadensersatz verklagen.

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Ex will Musiker verklagen

Ende 2014 habe er Ashley Youdan in New York als Escort-Dame gebucht, erzählt der 35-Jährige über den Beginn der Beziehung, die bis Februar 2016 bestand. "Ich hatte damals gerade eine lange Tournee hinter mir, hatte viel gearbeitet", sagt Garrett über das erste Treffen. "Ich fühlte mich an dem Abend einsam und hatte dann einen seriösen Escortservice angerufen. Und ... habe sie bestellt. Allerdings in diesem Fall nicht für ..., na ja, das interessiert ja auch keinen."


"Soziales Leben ist sehr auf der Strecke geblieben"

Man müsse schon ein bisschen unterscheiden zwischen Prostitution und Escort, erklärt der Musiker in dem "Welt"-Interview weiter. "Sehen Sie, ich bin seit zwölf Jahren ständig unterwegs, teilweise zwei, drei Monate am Stück. Mein soziales Leben ist sehr auf der Strecke geblieben." Er finde einen Escortservice "unkomplizierter", erklärt er weiter, "weil auch ich ab und zu jemanden brauche, der mir zuhört". Und weiter: "Ich will auch abends mal essen gehen, wenn ich für vier, fünf Tage in New York bin, zu Hause, und weiß, es geht bald wieder auf Tour. Man will ja auch irgendwie ein Leben haben - ob ich ins Theater gehe oder ins Restaurant oder auch mal in einen Nachtklub. Es geht also gar nicht nur um Sex." Ob es dann am Ende auch zu Sex komme, gehe keinen was an. "Sex ist aber nicht der Hauptgrund für diese Treffen."


In Ashley Youdan habe er sich sofort verliebt, so Garrett. Auch von Hochzeit war schon die Rede. Allerdings sah der Musiker keinen Grund zur Eile: "Ich bin jemand, der so einer Beziehung Zeit geben will." Dennoch sei es sein Wunsch gewesen, zu heiraten: "Weihnachten 2015 hatte sie mir gesagt, sie würde gerne einen Beweis dafür am Finger tragen, damit es für sie offizieller sei. Dann habe ich ihr einen Ring gekauft. Es war mir sehr ernst damit. Nur war sie, wie ich ja leider erst jetzt weiß, offensichtlich schon im Oktober damit beschäftigt, einen Plan B vorzubereiten - und heimliche Aufnahmen zu machen, mit denen sie mich jetzt erpressen will." Zu den Vorwürfen, die Youdan in ihrer Klage anbringt, erklärt Garrett in der "Welt": "Das ist nicht wahr, einfach gelogen. Das läuft auf eine Erpressung hinaus. Ich frage mich derzeit ständig: Was ist das für eine Frau, in die ich so verliebt war?!" Er sei kein aggressiver Mensch, so Garrett.


Auf die Frage, ob er sich während der Beziehung "ein bisschen wie Richard Gere" in "Pretty Woman" gefühlt habe, sagte Garrett in der "Welt": "Kann ich Ihnen nicht sagen. Ich habe den Film noch nie gesehen. Ich hatte mich immer geweigert, mir 'Pretty Woman' anzusehen, wann immer mich eine meiner Ex-Freundinnen darum gebeten hatte. Da habe ich immer: 'Neee' gesagt. 'Mag ich nicht. Ist mir zu blöd.'"


"Fan von Privatleben"

Nicht nur, was das gemeinsame Filmschauen betrifft, auch sonst scheint der 35-Jährige genaue Vorstellungen von seiner Traumfrau zu haben, wie er der Illustrierten "Bunte" im vergangenen Jahr verriet: "Humor ist mir wichtig und sie muss schöne Zähne haben", sagte er damals. "Zähne spiegelten wider, wie jemand lebt", so der Musiker.


Wie schwer es Garrett nun gefallen sein muss, konkret über sein Liebesleben zu sprechen, lässt sich erahnen, wenn man seine Aussagen aus dem Jahr 2014 hört. "RTL.de" hatte er damals gesagt: "Ich bin ein Fan von Privatleben. Ich muss nicht immer meine 'Fresse' in die Kamera halten. Das ist nicht mein Ding."



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