David Garrett: "Ich liebe das Unwichtigsein"

David Garrett
David Garrett © coverme.com

David Garrett (32) hat keine Probleme damit, sich erden zu müssen.

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Deswegen steht er auf New York

Der Violin-Maestro hat sowohl die deutsche als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Er liebt beide Kulturen, kann New York als einer seiner Lebensmittelpunkte aber etwas ganz Besonderes abgewinnen: "Das Schöne an N.Y. ist, dass so viel um mich rum passiert, und ich selber so unwichtig bin. Ich liebe das Unwichtigsein und die Anonymität", erklärte er im Gespräch mit dem Kölner 'Express'. Tatsächlich gehe er gerne in der Masse unter, sei bei Weitem nicht so extrovertiert, wie er bei seinen wuchtigen Shows erscheine: "Die Bühne - das mache ich, weil das Musizieren toll ist. Was dabei im Publikum passiert, ist das Letzte, was mich dabei interessiert. Mich hat das Vor-Publikum-Stehen schon als Kind total nervlich belastet, und im Alter wird es nicht besser. Ich bin auf der Bühne zwar eine Rampensau, aber das nicht, weil ich die Rampe mag, sondern weil ich 'saumäßig' gute Musik liebe."

Um "saumäßig gute Musik" geht es auch in seinem Kinofilm 'Der Teufelsgeiger', in dem David Garrett seinen berühmten Geiger-Kollegin Niccolo Paganini (†57) darstellt. Der Ausflug in die Filmwelt soll ein einmaliger bleiben und obwohl er sich mit der Schauspielerei an eine andere Kunstform wagte, gibt es eine, die er sich nie zutrauen würde, wie er im Interview mit der 'myself' gestand: "Das will wirklich keiner hören, wie ich singe! (lacht) Es ist gut zu wissen, was man kann. Und es ist noch wichtiger, zu wissen, was man nicht kann und davon sehr viel Abstand zu halten. Singen ist eindeutig eine Sache, die ich nicht kann. Da bin ich Realist genug, um das zu wissen."

Auf seinen Gebieten ist David Garrett ja auch erfolgreich genug: Gerade erst wurde er mit dem Klassik-Bambi ausgezeichnet.

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