David Bowie: 'A Reality Tour' als Limited-Edition-Box neu aufgelegt

David Bowie
David Bowie trat im Rahmen seiner "Reality Tour" auch in Hamburg auf. Foto: Maurizio Gambarini © deutsche presse agentur
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Kurz nach dem tragischen und viel zu frühen Tod von Musik-Ikone David Bowie setzte Anfang des Jahres ein unglaublicher Run auf seine Songs, seine Musik ein. Besonders gefragt waren dabei vor allem die Original-Schallplatten, die für horrende Summen versteigert wurden.

Nicht überraschend - auch die Vinyl-Charts führte David Bowie im Januar mit seinem letzten Album "Blackstar" an. Zwei ältere Alben schafften es ebenfalls in die Top 20: "Nothing Has Changed (The Best Of David Bowie)" landete auf Rang vier, "Five Years (1969 - 1973)" auf der 13.

Und der Vinyl-Boom hält an: Gerade erst ist mit "Who Can I Be Now? (1974-1976)" eine üppige Box erschienen, die die "amerikanische Phase" des britischen Sängers, Sound-Tüftlers und Schauspielers dokumentiert, da gibt es für alle Vinyl-Fans einen Nachschlag. Nichts wirklich Neues zwar, aber neu aufgemacht.

2003 startete David Bowie seine letzte große Welttournee, die ihn durch 17 Länder führte, bei der er weit über 100 Shows spielte. 2010 erschien das dazugehörige Album "A Reality Tour", das jetzt in einer Box mit drei Platten als Limited Edition neu aufgelegt wurde - noch dazu in blauem Vinyl.

Aufgenommen wurde die Show am 22. und 23. November 2003 in Dublin - eine gute Wahl, denn von Anfang an ist die Stimmung bombig. Die sangesfreudigen Iren begleiten vielstimmig den 70er-Jahre-Hit "Rebel Rebel", der eine Best-Of-Show der Superklasse eröffnet.

Rockiger ist Bowie damals geworden, was sich vor allem in den Alben "Heathen" (2002) und "Reality" (2003) manifestierte. Entsprechend klingt auch "Rebel Rebel" eine Spur härter - und alles ist aus einem Guss.

Bowie spielt sich mit Leichtigkeit und Freude durch ein Repertoire von rund 20 Studioalben und 30 Jahren Karriere und verstreut magischen Sternenstaub - von "Life on Mars?" bis "China Girl", von "Fame" zu "Ziggy Stardust" bis "New Killer Star". Da kommt schon ein Hauch von Nostalgie auf, vor allem wenn man das Vinyl aus der knisternden Schutzhülle holt.


Quelle: DPA
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