David Beckham feiert 40. Geburtstag

David Beckham feiert 40. Geburtstag
Voller Bart, volles Haar: David Beckham sieht man seine 40 Jahre nicht an © Joel Ryan/Invision/AP

David Beckham wird am heutigen Samstag 40 Jahre alt. Um den runden Geburtstag gebührend zu feiern, verlässt der Brite seine Wahlheimat Los Angeles mit Kind und Kegel und reist nach Marokko. Vor den Toren Marrakechs liegt das luxuriöse Amanjena Resort, in welchem sich der ehemalige Fußballstar laut der britischen Boulevard-Zeitung "The Sun" mit seiner Familie einquartiert hat. Das Blatt will auch erfahren haben, dass "Becks" zu seiner Fete prominente Gäste wie Hollywood-Star Tom Cruise, Regisseur Guy Ritchie, Sterne-Koch Gordon Ramsay, Ex-Fußball-Kollege Gary Neville sowie seinen besten Freund Dave Gardner samt Freundin Liv Tyler eingeladen hat.

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Vom Fußballstar zur Stilikone

Warum Beckhams Wahl gerade auf das Land im Norden Afrikas gefallen ist und nicht auf seine ebenso sonnige Wahlheimat Los Angeles, will ein Insider wissen: "Er wird nur einmal 40, deshalb will er das stilvoll feiern. Marokko ist ein Land, das ihm sehr am Herzen liegt." Schließlich hat das Resort für ihn und seine Frau Victoria Beckham eine besondere Bedeutung: Vor der Kulisse des paradiesischen Anwesens frischte das Paar 2004 sein Eheversprechen auf, nachdem Beckham damals einige Affären nachgesagt wurden. Somit kann die Feier zu Becks Ehren auch durchaus als Liebesbeweis für seine berühmte Frau gewertet werden.


Kein Liebling der britischen Presse

Es war das Jahr 1999 als sich der angehende Fußballstar und das Spice-Girl am 4. Juli das Ja-Wort gaben. Beckham hatte zu dieser Zeit gerade mit seinem Verein Manchester United das Triple (englische Meisterschaft, FA Cup und Champions League) gewonnen und war vor allem am Sieg der Champions League gegen Bayern München maßgeblich beteiligt. Trotzdem wurde er in den britischen Medien sehr kritisch betrachtet - vor allem seine Ehe mit der populären Sängerin Victoria alias "Posh Spice" war der Presse ein Dorn im Auge. Immer wieder war zu lesen, dass seine berühmte Frau negativen Einfluss auf ihn ausübe.


Seine Qualitäten auf dem Fußballplatz hielten der Kritik jedoch stand. Und so führte Beckham die englische Nationalmannschaft von 2000 bis 2006 als Kapitän aufs Feld. Mehr als das Viertelfinale bei Europa- oder Weltmeisterschaften war für den genialen Freistoßschützen jedoch nie drin. Dafür durfte er auf Vereinsebene außerhalb seiner Heimat mit Klubs wie Real Madrid, Los Angeles Galaxy und Paris Saint-Germain drei weitere nationale Meisterschaften feiern. Zwar verdiente Beckham bereits als aktiver Fußballer ein gigantisches Gehalt, doch vor allem versteht es der Engländer so gut wie kaum ein anderer (Ex-)Kicker, sich als Person selbst zu vermarkten.


"Der größte Vertrag der Geschichte"

Dieses Potential sahen 2003 auch die Verantwortlichen von Real Madrid, die den damals 28-Jährigen von Manchester United in die spanische Hauptstadt lockten. Der Plan ging auf: Sein Trikot mit der Rückennummer 23 - nach seinem sportlichen Vorbild Michael Jordan - war binnen eines Tages ausverkauft und bescherte den "Königlichen" Einnahmen von kolportierten 624.000 Euro. Im Gegenzug erhielt Becks für seinen Vierjahresvertrag stolze 35 Millionen Euro. Doch das ist noch nichts im Vergleich zu seinem Gehalt, das er ab 2007 in der amerikanischen Profiliga MLS kassieren sollte. Bei den Los Angeles Galaxy unterschrieb Beckham den "größten Vertrag der Geschichte" wie die britische Zeitung "The Times" damals titelte.


Für fünf Jahre kicken auf zweitklassigem Niveau strich der gebürtige Londoner 250 Millionen Dollar ein. Das Spielergehalt belief sich dabei jedoch "nur" auf 10 Millionen Dollar. Der Clou des Vertrages war nämlich ein anderer: Beckham verdiente kräftig an den Verkäufen von sämtlichen Fanartikeln mit. Außerdem wurde er prozentual am Jahresgewinn von Galaxy beteiligt und zu guter Letzt durfte er auch noch sämtliche Einnahmen aus seinen Werbeverträgen in die eigene Tasche schieben. Im Gegensatz zu seinem vorherigen Arbeitgeber Real Madrid musste Becks in Los Angeles seine Imagerechte nicht zu 50 Prozent abgeben. Für den spanischen Klub war der Verlust von Beckham schmerzhaft. Das Sportblatt "Marca" schrieb damals: "Real kann es sich nicht leisten, auf ihn zu verzichten, denn er ist eine Ikone und als Profi ein Vorbild für die Mannschaft." Immerhin hatte Real der weltweiten Anziehungskraft des damals 31-Jährigen einen nicht unwesentlichen Anteil der Einnahmen von rund 290 Millionen Euro zu verdanken.


Geld war nie seine Motivation

Geld war übrigens laut Beckham nie die Motivation, die große Fußballbühne in Europa zu verlassen. "Auf der ganzen Welt ist Fußball groß, nur in Amerika nicht. Das möchte ich ändern", begründete der Fußballstar damals seinen Wechsel in die USA. Und einen Boom im US-Soccer konnte der Superstar tatsächlich auslösen. Noch vor dem ersten Spiel von Beckham stieg allein bei Galaxy die Dauerkarten-Nachfrage um 60 Prozent. Und auch die 13 restlichen Klubs verbuchten erhöhtes Interesse der Zuschauer. Alle wollten Europas bekanntesten Fußballer sehen.


Dass Geld wirklich nicht alles ist, bewies Beckham am Ende seiner Fußball-Karriere tatsächlich. Als er sich im Januar 2013 für ein halbes Jahr dem neureichen französischen Hauptstadt-Klub Paris Saint-Germain anschloss, spendete er sein fürstliches Gehalt von knapp vier Millionen Euro an eine wohltätige Kinderhilfsorganisation.


Doch auch nachdem Beckham die Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat, rollt bei ihm der Rubel. Er hat seine Person über die Jahre hinweg als starke Marke etabliert. Den Rasen hat Beckham gegen rote Teppiche, glamouröse Events und Modenschauen getauscht. Allein im letzten Jahr seiner aktiven Karriere soll er 16 Millionen Euro nur durch Werbeverträge verdient haben. Und von denen hat der Dressman auch heute als Fußball-Rentner noch genug. Im Fernsehen läuft er als Unterwäschemodel über den Bildschirm, wirbt für Parfums, Smartphones, Luxusmode und seit kurzem auch für edlen Whiskey. Nicht zu vergessen seine zwei Autobiografien, die sich ebenfalls gut verkauften. Kein Wunder, dass sein Gesamtvermögen auf satte 293 Millionen Euro geschätzt wird.


Taxifahrer für die Kinder

David Beckham jedoch nur auf seinen monetären Erfolg zu reduzieren, würde dem Popstar des Fußballs nicht gerecht. Beckham ist auch Familienmensch. Mit seiner nicht minder bekannten Frau Victoria hat er vier Kinder - die drei Söhne Brooklyn (16), Romeo (12) und Cruz (10) sowie Töchterchen Harper (3). Über seine Jungs sagte der Vater in einem Interview einst voller Stolz: "Die Jungs sehen alle gut aus, sind höflich und haben großartige Manieren. Sie sind alle lebenslustig und daher glaube ich, dass sie alle Ladykiller sein werden." Seine Kids eröffnen Beckham übigens auch ganz neue berufliche Perspektiven. In einer TV-Show sagte er im vergangenen Jahr: "Nach dem Karriereende bin ich über Nacht zu einem Taxifahrer für meine Kinder geworden." Nach 22 Jahren auf dem Fußballplatz sei das aber großartig, weil er nun endlich die Zeit mit ihnen genießen könne.


Und gewiss macht Beckham auch als Taxifahrer eine gute Figur. Denn nicht ganz zu Unrecht wurde der Senior vor wenigen Tagen in der Liste der "Most Stylish Brits" auf Platz drei gewählt. Vor ihm liegen nur Audrey Hepburn und Prinzessin Diana. Damit ist das heutige Geburtstagskind der stilsicherste Mann Englands. Der britische Popsänger Olly Murs geht sogar noch einen Schritt weiter. Im Interview mit spot on news sagte er: "David Beckham ist definitiv der bestangezogene Mann der Welt. Er sieht immer gut aus und ist jemand, den ich bewundere." So viel Anerkennung wird ihn direkt vergessen lassen, dass er nun eine 4 vorne dran stehen hat. Happy Birthday, Becks!

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