Das sind die sieben größten Diät-Mythen

Das sind die sieben größten Diät-Mythen
Auch Melissa McCarthy ist schon einige Male in die Jojo-Falle getappt. Mittlerweile hat sie dank Low Carb ordentlich abgespeckt. © DFree / Shutterstock.com

Über die Hälfte aller Deutschen hat schon einmal Diät gemacht. Doch spätestens, wenn der Jojo-Effekt eintritt und die mühsam verlorenen Pfunde wieder auf den Hüften sind, verteufeln viele Trennkost, Low Carb und Co. Anlässlich des heutigen Anti-Diät-Tags, der seinen Ursprung im Jahr 1992 hat, ist es an der Zeit, mit den größten Diät-Mythen aufzuräumen.

Nummer 2 hält sich hartnäckig

Irrtum Nr. 1: Wer nicht frühstückt, spart Kalorien

Wer glaubt, dass er durch den Verzicht auf das Frühstück seine Energiebilanz niedrig halten könne, liegt falsch. Zum einen kommt so der Stoffwechsel nicht richtig in Schwung. Denn über Nacht verlangsamt sich die Umsatzrate, nachdem man mehrere Stunden nichts gegessen hat. Die Folge: Die Zellen müssen wieder mit Nährstoffen aufgefüllt werden. Andernfalls stellt sich der Körper auf eine Nahrungsknappheit ein und lagert vorsorglich Fett ein. Zum anderen ist das Frühstück wichtig, da man sonst zu Heißhungerattacken um die Mittagszeit neigt. Besser also, man setzt morgens auf ein gesundes Frühstück, das lange satt hält, wie z.B. Vollkornbrot mit Magerquark und Tomaten oder Naturjoghurt mit Haferflocken, Cranberries und gerösteten Walnüssen.


Irrtum Nr. 2: Kohlenhydrate machen dick

Dass Kohlenhydrate Dickmacher sind, stimmt nur halb. Fakt ist: Sie sind wichtige Energielieferanten, ohne die der Körper nicht funktionieren kann. Allein das Gehirn benötigt bis zu 20% des Energieverbrauchs. Der ausschlaggebende Punkt ist viel eher, ob es sich um lang- oder kurzkettige Kohlenhydrate (oft gute und böse Kohlenhydrate genannt) handelt. Die Kurzkettigen, die u.a. in Weißbrot, Nudeln und weißem Reis stecken, lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen und rasch wieder abfallen, wodurch wir schneller wieder Heißhunger bekommen. Außerdem werden sie zur Energiegewinnung verbrannt, was jedoch den Nachteil hat, dass bei ständigem Kohlenhydratnachschub nie die Fettdepots angezapft werden. Besser man setzt also auf langkettige Kohlenhydrate (dazu gehören auch Stärke und Ballaststoffe), wie sie in Kartoffeln, Haferflocken und Hülsenfrüchten stecken. Sie lassen den Insulinspiegel nicht so schnell ansteigen und halten länger satt.


Irrtum Nr. 3: Man sollte nach 18 Uhr nichts mehr essen

Der Mythos, dass man nach 18 Uhr nichts mehr essen sollte, hält sich hartnäckig. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass es bei der Nahrungsmittelaufnahme nicht auf die Uhrzeit ankommt. Entscheidender ist die Summe der Kalorien. Nur wer weniger Energie in Form von Kalorien aufnimmt, als er verbraucht, wird langfristig Gewicht verlieren. Dennoch ist der Verzicht aufs Abendessen, wenn er ein bis zwei Mal wöchentlich erfolgt, eine wirkungsvolle Entgiftungsmethode. Dann aber bitte am Tag auf eine vitalstoffreiche Ernährung setzen, um Heißhungerattacken vorzubeugen.


Irrtum Nr. 4: FdH ist die effektivste Diät

Fdh ("Friss die Hälfe") scheint auf den ersten Blick eine effektive Diät-Methode zu sein. Fakt ist auch: Seine Mahlzeiten zu halbieren, spart Kalorien ein und führt kurzfristig zu Gewichtsverlust. Allerdings besteht bei dieser Diät die Gefahr, dass der Körper nicht mit ausreichend Vitaminen und Ballaststoffen versorgt wird. Zudem ist der Jojo-Effekt quasi vorprogrammiert, wenn man sich im Anschluss an die Diät wieder wie vorher ernährt. Eine langfristige Gewichtsreduktion erzielt nur, wer seine Ernährung dauerhaft umstellt.


Irrtum Nr. 5: Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

Morgens ein Frühstücksei, mittags Omelette: Vor allem Low-Carb-Anhänger setzen auf Eier als Proteinquelle. Der Mythos, dass Eier dabei den Cholesterinspiegel erhöhen, ist jedoch falsch. Im Gegenteil: Wer dem Organismus Cholesterin von außen zuführt, hemmt die körpereigene Produktion des berüchtigten Gallenfetts. Des weiteren enthalten Hühnereier knapp 40 Mal so viel Vitamin D wie Milch sowie jede Menge Proteine und Folsäure, weshalb sie auch bei einer Diät unbedingt auf dem Speiseplan stehen sollten.


Irrtum Nr.6: Vollkornprodukte machen schlank

Statt mit der Weizenvariante lieber mit Vollkornnudeln und -brötchen etwas für die schlanke Linie tun? Ein Irrtum! Die scheinbar gesunde Alternative hat nicht weniger Kalorien und oft sogar einen doppelt so hohen Fettgehalt. Das liegt daran, dass das volle Korn in den meisten Fällen samt seiner fetthaltigen Randschichten verarbeitet wird. Man nimmt also nicht automatisch ab, nur weil man auf Vollkorn setzt. Dennoch macht es dank des hohen Ballaststoffgehalts länger satt und hilft dabei, weniger zu essen.


Irrtum Nr. 7: Wer Sport treibt, nimmt ab

Selbstverständlich ist Bewegung gesund und sollte Teil eines gesunden Lebensstils sein. Sport allein führt aber nicht zwangsläufig zur schlanken Linie. Häufig verbrennt man dabei nämlich viel weniger Kalorien, als gedacht. So muss man beispielsweise für einen einzigen Schokoriegel schon eine halbe Stunde Joggen. Wer dann auch noch denkt, sich wegen des berüchtigten Nachbrenneffekts nach dem Sport mit einer ausgiebigen Mahlzeit belohnen zu können, nimmt trotz Sport eher zu als ab.



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