Das hält Thomas Gottschalk von Castingshows wie 'Germany's Next Topmodel'

Thomas Gottschalk: Castingshows sind für Träumer
Thomas Gottschalk moderiert die Goldene Kamera © ddp images

Pünktlich zum Start der nächsten Staffel von "Germany's next Topmodel" (4.2.) erklärt Entertainer Thomas Gottschalk (65, "Herbstblond: Die Autobiographie"), was er von Castingshows wie Dieter Bohlens "Deutschland sucht den Superstar" und Heidi Klums "Topmodel"-Suche hält: "Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass diese Titel keine Garantie auf Erfolg bedeuten. Aber offensichtlich gibt es immer noch genügend Träumer, die sich von der Teilnahme an solchen Veranstaltungen den großen Durchbruch erhoffen", erklärt er im Interview mit der Programmzeitschrift "Hörzu".

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Über "DSDS" und "Topmodel"

 

Serien und Serienmarathon

 

Ein anderes großes Medien-Thema sind derzeit die Serien und das sogenannte Binge-Watching, also mehrere Folgen einer Serie am Stück ansehen. Das ist auch Gottschalk nicht fremd: "Ich mag Binge-Watching und entwickle bei einigen Serien wie 'The Man In The High Castle' oder 'Making A Murderer' ein eigenartiges Suchtverhalten", gibt er zu. In Deutschland liegt dagegen eine Serie wie "Der Bergdoktor" in der Zuschauergunst weit vor. Das sei ihm "privat eher peinlich", sagt der Wahl-Amerikaner, beruflich empfinde er es "doch als sehr beruhigend".

 

Krimis meist verzichtbar

 

Sehr deutlich wird Gottschalk auch in punkto Krimis. "Der 'Tatort' ist meistens gut gemacht, der Rest verzichtbar." Was ihn daran wirklich ärgere, sei "die öffentlich-rechtliche Ideenlosigkeit", die zur aktuellen Krimi-Flut geführt hat: "Wenn eine Krimi-Serie gute Quoten bringt, dann machen wir halt noch eine. Und was die ARD kann, das kann das ZDF auch", hält er den Sendern vor. "Wenn die 'Rosenheim-Cops' und 'SOKO Kitzbühel' funktionieren, wie wäre es dann mit 'Spezialkommando Berchtesgaden' oder 'Polizeirevier Bad Reichenhall'?", witzelt er weiter.

 

Die faden Talkshows

 

An seiner letzten Talkshow nach dem Ende von "Wetten, dass..?" hat Gottschalk sich die Finger verbrannt. Kein Wunder, dass er auch zu diesem Genre eine Meinung hat: Es dürfe nicht langweilen, sagt er, doch das tue es meistens. "Wir haben in Deutschland nie gelernt zu debattieren. Hierzulande äußern sich immer die gleichen Leute in unterschiedlichen Sendungen zu den ewig gleichen Themen." Daher sei es auch kein Wunder, "dass Günther Jauch keine Lust mehr darauf hatte".

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