„Danke, Leben!“ Marion Cotillard zu Tränen gerührt

„Danke, Leben!“ Marion Cotillard zu Tränen gerührt

Sichtlich ergriffen stammelte Cotillard mit ihrem Oscar in der Hand: „Thank you life! Thank you love!“ und meinte damit sicherlich ihren Freund und Kollegen Guillaume Canet (Ex-Mann von Diane Kruger). Die 32-jährige Französin setzte sich gegen Julie Christie durch, die als heiße Anwärterin auf den Goldjungen galt. Cotillard sah in ihrer weißen Robe wunderschön aus und wurde für ihren Mut zur Hässlichkeit belohnt. Als Edith Piaf in „La vie en rose“ sieht sie nämlich alles andere als hübsch aus.

- Anzeige -

Als beste Nebendarstellerin stach Tilda Swinton („Michael Clayton“) die Favoritin Cate Blanchett durch, die gleich zweifach leer ausging. Sie war für ihre Darstellung des Folkbarden Bob Dylan in „I’m Not There“ in der Nebenrollen-Kategorie nominiert – und für ihre Hauptrolle in „Elizabeth – The Golden Age“.

Mit vier Oscars, darunter der für den besten Film und die beste Regie, führt „No Country For Old Men“ die Bilanz der 80. Academy Awards an. Der Thriller der Brüder Joel und Ethan Coen war mit acht Nominierungen ins Rennen gegangen – genauso wie Paul Thomas Andersons Öl-Drama „There Will Be Blood“, das nur zwei Preise verbuchen konnte. Daniel Day-Lewis wurde für die beste Hauptrolle in diesem Streifen belohnt und bestätigte damit die Erwartungen. Auch bei den Nebendarstellern gewann der Favorit: Javier Bardem, der in „No Country For Old Men“ einen der grausamsten Bösewichte der Filmgeschichte mimt.

Für einen überraschend guten Oscar-Schnitt sorgte "Das Bourne Ultimatum". Der Thriller mit Matt Damon gewann alle drei Nominierungen, wenngleich in unwichtigen Kategorien, während Favoriten wie George Clooneys "Michael Clayton" oder das Kostüm-Drama "Abbitte" mit einem Award abgespeist wurden.

„Danke, Leben!“ Marion Cotillard zu Tränen gerührt

Als bester fremdsprachiger Film wurde das KZ-Drama „Die Fälscher“ gewürdigt. Die deutsch-österreichische Koproduktion war für Österreich ins Rennen gegangen. Ein deutscher Film war nicht nominiert.

Auch die Show, durch die erneut Jon Stewart führte, verlief ohne nennenswerte Höhepunkte. Die meisten Preisträger hielten ihre Dankesrede knapp, kaum jemand brach in Tränen aus. Nur Diablo Cody, deren Drehbuch zur Komödie „Juno“ prämiert wurde, musste sich beim letzten Satz ihrer Danksagung abrupt wegdrehen, weil ihr das Wasser in die Augen schoss.

Stewarts Gags waren eher gefällig als frech und zündeten nur teilweise. Aber die Lacher waren auf seiner Seite, als er die schwangeren Schauspielerinnen im Kodak Theatre (Nicole Kidman, Cate Blanchett und Jessica Alba) aufzählte und dann sagte: „Und das Baby geht an… Angelina Jolie!“ Die hatte ihre Schwangerschaft nämlich lange nicht bestätigt, obwohl sie nicht mehr zu übersehen ist. Aber sie bekam das Gelächter auf ihre Kosten nicht mit, da sie und ihr Brad Pitt verhindert waren und der Gala fernblieben.

— ANZEIGE —