Daniel Küblböck: Der DSDS-Bubi wird 30

Daniel Küblböck: Der DSDS-Bubi wird 30
Daniel Küblböck im seinem neuen Look © Facebook/Daniel Küblböck

Rein optisch erinnert nichts mehr an den exzentrischen Jungspund, der 2002 beim DSDS-Casting ins Rampenlicht polterte. Für viele wird Daniel Küblböck ("Berlin") trotzdem immer der Typ bleiben, der mit einem Gurkenlaster kollidierte. In jedem Fall behielt Küblböck immer eine Fußspitze in der Promi-Welt. Zu seinem 30. Geburtstag blicken wir zurück auf ein Karriere-Strohfeuer, das nun schon seit 13 Jahren vor sich hin glüht.

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So geht es dem Paradisvogel

17 Jahre war er bei seinem Vorsingen in der ersten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" alt. Er wurde schnell zum Publikumsliebling. Und das sicher nicht wegen seiner überschaubaren Gesangstalente, sondern weil er mit seiner bunten und schrillen Persönlichkeit das Format aufmischte. Gereicht hat es am Ende nur für Platz drei, doch bis dahin war Küblböck längst bekannt wie ein bunter Hund.

 

Dschungelcamper und Gurkenschreck

 

Seine Biografie hat er schon mit 18 veröffentlicht, sie wurde zum Bestseller. Das war noch zu einer Zeit, wo jeder letzte Cent aus den DSDS-Kandidaten gemolken werden konnte und sollte. Auch Küblböck holte alles aus seinem Ruhm raus, und das in bester RTL-Manier. Er zog ins Dschungelcamp und wurde dort zum Prügelknaben des Publikums, das ihn genüsslich in eine Prüfung nach der anderen schickte. Später folgte ein öffentlich ausgeschlachteter Zusammenprall mit einem Gurkenlaster, ein kurzer Ausflug in das "Big Brother"-Dorf und 2005, als Krönung seiner medialen Omnipräsenz, ein eigener Kinofilm mit dem Titel "Daniel - Der Zauberer".

Danach wurde es rasch stiller um Küblböck. Er arbeitete weiter als Musiker, veröffentlichte Pop-, Jazz- und sogar Latin-Pop-Songs, doch seine Medienpräsenz schwand mit seinem Image als Paradiesvogel: Die langen Haare wurden kürzer, die bunten Klamotten wichen einem erwachseneren Stil, und die Öffentlichkeit verlor bis auf eine treue Fan-Gemeinde zunehmend das Interesse. Bis Küblböck sich vor einem Jahr mit komplett neuem Styling auf Facebook zeigte. Hippe Kurzhaar-Frisur, Stoppelbart, Piercing, Tattoos - der Presse blieb glatt die Spucke weg.

Urplötzlich war aus dem Bubi ein Mann geworden - sogar ein Sex-Symbol. Löste er zu Dschungelcamp-Zeiten bestenfalls Muttergefühle beim weiblichen Geschlecht aus, bekam er auf einmal eine ganz andere Form der Aufmerksamkeit. "Vor zehn Jahren fanden mich Frauen eher süß, heute bekomme ich Telefonnummern zugesteckt", sagte Küblböck der Zeitschrift "IN". Derzeit ist er allerdings mit einem jungen Mann namens Robin liiert.

 

Back to Reality

 

Trotz wiedergewonnenem Interesse nahm seine Gesangskarriere nicht richtig Fahrt auf. Versuche, beim Eurovision Song Contest anzutreten, scheiterten. Höchste Zeit also, ins nächste Reality-Format einzusteigen. Im Frühjahr 2015 nahm er an der Tanz-Show "Let's Dance" teil, schaffte es jedoch nicht unter die Top 5.

Dem Sommer-Dschungelcamp erteilte er eine Absage. "RTL könnte mir noch so viel Geld bezahlen - ich würde das nicht machen. Das wäre der totale Absturz", sagte er "Bunte". Finanziell hat er das sicherlich nicht nötig, denn Küblböck ist längst erfolgreicher Unternehmer. Schon in jungen Jahren hatte er seine Gagen clever investiert und zieht heute saftige Profite aus seiner Solarenergie-Firma.

Klingt sehr erwachsen. Seine Adoption 2011 wiederum weniger. Mit Ende 20 ließ der Sänger sich von einer deutschen Geschäftsfrau adoptieren, die wie er teilweise auf Mallorca wohnt. Seitdem heißt er offiziell Kaiser-Küblböck. Dass seine eigenen Eltern noch leben, war kein Hinderungsgrund, seine Adoptivmutter nennt er liebevoll Omi.

Wie geht es nun also weiter mit Küblböck? Zurück in den Schatten oder doch noch der ESC-Erfolg? Eine Familie gründen wird er eher nicht. "Bis ich 50 Jahre alt bin, werde ich nicht heiraten oder ein Kind bekommen oder so", sagte er in einem Interview mit der "Ok". Lieber bastelt er weiter an seine Karriere. Auf Facebook wirbt er abwechselnd für anstehende Konzerte und mit Oben-Ohne-Fotos auch einfach für sich selbst. Und sollte sein Publikum doch einmal dahinschwinden: Die Promi-Reality-Shows sterben so schnell auch nicht aus.

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