"Daddy's Home": Das "David gegen Goliath" der Väter

"Daddy's Home": Das "David gegen Goliath" der Väter
Selbst beim Besuch im Aquarium buhlen Brad (Will Ferrell) und Dusty (Mark Wahlberg) um die Gunst der Kinder © 2015 Paramount Pictures/Patti Peret

Der Coole gegen den Langweiler, der Muskelprotz gegen das Weichei, das Unterwäschemodel gegen den Normalo-Typen von nebenan - ein altbekannter Konflikt. Man könnte auch sagen, David gegen Goliath. Im Fall von "Daddy's Home" heißen die Protagonisten zwar Brad (Will Ferrell) und Dusty (Mark Wahlberg), aber ungleicher könnten auch sie nicht sein. Der eine ist fürsorglich, liebevoll und ein leicht schrulliger Über-(Stief-)Vater, der andere dagegen cool und lässig, Marke Muskelprotz. Das macht ein Vater zu viel, denn: Es kann nur einen geben!

- Anzeige -

Mark Wahlberg und Will Ferrell

 

Wer ist der bessere Daddy?

 

Vater oder Papa, das ist hier die Frage. Wie Brad zu Beginn des Films gleich feststellt, könne zwar jeder Mann Vater werden, aber nicht jeder habe die Hingabe, ein echter Papa zu sein. Und er selbst ist wirklich Papa durch und durch. Seine Frau Sara (Linda Cardellini) hat zwei Kinder und er möchte den beiden der beste Stiefvater, oder besser gesagt, Stiefpapa sein, den sie sich wünschen können. Und dafür tut er wirklich alles. Als dann jedoch der leibliche Vater Dusty auftaucht, kommt es unwillkürlich zur Rivalität: Wer ist jetzt hier der bessere Daddy? Der Kampf beginnt - bis sie feststellen, dass sie zusammenhalten müssen, um ihre Kinder glücklich zu machen.

"Daddy's Home" ist wider Erwarten wirklich gelungen. Auch wenn die Thematik ausgelutscht scheint, überzeugt der Film mit guten Gags und herrlich-komischen Passagen - wenn auch an der einen oder anderen Stelle sehr überspitzt. Etwa ein Will Ferrell, der mit dem Motorrad durch das Haus brettert und in der Wand stecken bleibt oder ein Skate-Versuch auf der Half-Pipe, der mit einer Nahtoderfahrung endet. Aber trotzdem sorgt die Komödie insgesamt für mehr Lacher als Fremdschäm-Momente und das ist ja schon mal was.

Aber der Streifen hatte auch von vornherein gute Grundvoraussetzungen. Das Duo Wahlberg und Ferrell hat sich schon früher bewiesen. In "Die etwas anderen Cops" spielten sie bereits 2010 erfolgreich ein ungleiches Männer-Paar. Doppelt hält bekanntlich eben besser. Und auch der Regisseur verspricht gute Unterhaltung. Sean Anders hat mit seinen Drehbüchern für "Wir sind die Millers" und "Dumm und Dümmehr" sowie der Regie zu "Kill the Boss 2" ebenfalls schon gezeigt, dass er ein Händchen für Komödien hat.

 

Fazit

 

Es ist zwar keine Oscar-verdächtige Meisterleistung, aber alles in allem eine solide Vorstellung, die die Schauspieler da abliefern. Wer sich darauf einlässt, wird am Ende nicht enttäuscht, im Gegenteil. Ein frischer Film mit hohem Unterhaltungsfaktor stellt sicher die ganze Familie zufrieden. Und wie so oft, kommt das Beste zum Schluss. Wer durchhält, wird mit einer ganz besonderen Art der Deeskalation belohnt. Ende gut, alles gut. In diesem Fall darf man das gerne so sagen. "Daddy's Home" läuft seit dem 21. Januar in den deutschen Kinos.

spot on news

— ANZEIGE —