Cynthia Nixon: Ihr Leben nach "Sex and the City"

Cynthia Nixon: Ihr Leben nach "Sex and the City"
Cynthia Nixon wurde als Miranda in der Serie "Sex and the City" berühmt. Am Samstag feiert sie ihren 50. Geburtstag © Kristina Afanasyeva / Featureflash 2016/ImageCollect

Cynthia Nixon fiel als Anwältin Miranda in der Kultserie "Sex and the City" sofort auf. Und das nicht nur dank ihrer feuerroten Haare, sondern auch durch ihre unangepasste Art. Auch im echten Leben hält sich die Schauspielerin, die am Samstag ihren 50. Geburtstag feiert, nicht gern an Konventionen: Theater statt Hollywood, Frauen statt Männer - Nixon machte nach dem "Sex and the City"-Ende im Jahr 2004 ihr eigenes Ding - und besiegte mit ihrem Lebenswillen sogar den Krebs.

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"Miranda" wird 50

Ihre Karriere nach "Sex and the City"

Schon vielen Schauspielern wurde ihre Serienrolle zum Verhängnis. Auch Nixon konnte sich nach "Sex and the City" nicht so recht von Miranda befreien. In der Öffentlichkeit war sie untrennbar mit der Kultserie verbunden - und das, obwohl Nixon schon lange vor der Serie im Film- und Theaterbusiness erfolgreich war. Bereits als 14-Jährige feierte sie mit dem Film "Kleine Biester" ihr Kinodebüt.


Die richtig großen Rollen blieben nach dem Serien-Ende aus. Im TV spielte sie vorrangig Gastrollen in Serien wie "Law & Order", "The Big C", "Alpha House" oder "Hannibal". Auch in der Mittelalter-Mini-Serie "Die Tore der Welt", eine Verfilmung von Ken Folletts Bestseller, war sie zu sehen.


Eine Rolle, die Miranda auch nur annähernd Konkurrenz machen würde, war allerdings nie dabei. Vielleicht sogar gewollt. Nixon legte ihr Hauptaugenmerk wie schon vor ihrer Zeit bei "Sex and the City" auf das Theater. Für ihre Rolle als trauernde Mutter in dem Broadwaystück "Rabbit Hole" wurde sie 2006 sogar mit einem Tony Award ausgezeichnet. Zuletzt war sie 2012 in der Hauptrolle im Stück "Wit" zu sehen.


Ihre unkonventionelle Familie: Zwei Mütter, drei Kinder

Nach dem "Sex and the City"-Ende begann für Nixon 2004 auch privat ein Neuanfang. Nachdem ein Jahr zuvor die über 15-jährige Beziehung mit dem Englischlehrer und Fotografen Danny Mozes zerbrach, sorgte die neue Liebe der damaligen Zweifachmama für großen Medienrummel: Christine Marinoni - eine Frau! Im teils prüden Amerika ein echter Schocker.


Doch Nixon ließ sich von den Schlagzeilen um ihr Liebesleben nicht beeindrucken: "Ich habe diese Frau kennengelernt, ich habe mich in sie verliebt - und ich bin nun mal eine bekannte Person", erklärte sie damals im Gespräch mit der "New York Times". Homosexualität sei für sie eine Option, für die sie sich entschieden habe.


Obwohl Nixon eine ziemlich pragmatische Sicht auf die Dinge hat, engagiert sie sich leidenschaftlich für die Rechte von Homosexuellen. Insbesondere die Legalisierung der Homo-Ehe. Sie selbst heiratete ihre Partnerin, mit der sie einen Sohn hat, bereits 2012 in New York.


Ihr Kampf gegen den Krebs

Nachdem sich der Rummel um Nixons neue Beziehung gelegt hatte, wurde ihr Leben im Oktober 2006 erneut durcheinander gewirbelt: Während einer Routine-Untersuchung diagnostizierten die Ärzte bei der Schauspielerin Brustkrebs. Glücklicherweise in einem noch frühen Stadium. Die Krankheit konnte ohne Chemotherapie erfolgreich behandelt werden.


Trotzdem ging Nixon damit erst zwei Jahre später an die Öffentlichkeit. "Ich wollte keine Paparazzi vor dem Krankenhaus", erklärte sie die Entscheidung später im Interview mit der US-Sendung "Nightline". Ihr Schweigen brach sie schließlich, "um Frauen [...] zu sagen, dass das einzige, was sie fürchten müssen, die Angst selbst ist." In diesem Sinne weist sie seitdem immer wieder auf die Wichtigkeit der Vorsorgeuntersuchung hin.



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