Curse: Er rappt, was ihn bewegt

Die Karriere von Curse
Die Karriere des Rappers © picture alliance / dpa, Revierfoto

Sein Markenzeichen: Persönliche Texte und tiefgründige Themen

Mitte der 1990er-Jahre trat Curse mit Jugendfreunden erstmals in Jugendtreffs im Raum Stadthagen auf. Als Band nannten sie sich ‘Phat Kicks’. Aus der Gruppe wurde später das Projekt ‘Treadmill’, wobei das Debüt-Album ‘Feuerwasser’ im Jahr 2000 erschien. Hauptthema des Rappers sind gescheiterte Liebesbeziehungen, jedoch finden sich auf dem Studioalbum neben selbstreflexiven Songs und Stücken über persönliche Erlebnisse auch die genretypischen Representer- und Battle-Tracks.

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2001 folgte das zweite Album ‘Von Innen nach Außen’. Das Hip-Hop-Magazin ‘Juice’ zeichnete es als bestes Album national aus. Auch international erhielt die Platte Aufmerksamkeit und wurde unter anderem in Japan veröffentlicht. Durch die Terroranschläge am 11. September 2001 schockiert, schrieb der Rapper den Freetrack ‘Nichts wird mehr so sein wie es war’ und rief darin zu mehr Toleranz und Verantwortung auf.

2002 wurde Curse mit dem VIVA-Comet in der Kategorie ‘Beste Künstler-Homepage’ ausgezeichnet. Bereits ein Jahr später folgte dann das dritte Album ‘Innere Sicherheit’, das einen stilistischen Wandel einläutete. Anstelle elektronisch erzeugter Beats kamen auf ‘Innere Sicherheit’ verschiedene Instrumente von der Querflöte bis hin zum Klavier zum Einsatz. Die tiefgründigen Texte werden durch Titel mit politischen oder gesellschaftskritischen Lyrics ergänzt. Für die Single ‘Widerstand’ tat sich Curse außerdem mit Gentleman zusammen. Im Dezember 2005 erschien das vierte Studioalbum ‘Sinnflut’, in dem Curse sich mit tiefsinnigen und persönlichen Texten auf seine Wurzeln besann. Mit Samy Deluxe wagte er sich zudem an ‘Broken Language Reloaded’, einen Remake des Klassikers ‘Broken Language’.

Am 5. Oktober 2007 moderierte der Deutschrapper zum ersten Mal Teile der Radiosendung ‘Plan B’ auf 1 LIVE. Zunächst war er alle vier Wochen on air, wechselte sich mit Jan Delay, Max Herre und Patrice ab. Inzwischen wird ‘Plan B mit Curse’ immer in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ausgestrahlt. Ende 2008 brachte Curse in Zusammenarbeit mit Westernhagen eine Single heraus, die mit ‘Freiheit’ denselben Namen wie das später erschienene Album trägt. Die mit Silbermond produzierte Single ‘Bis zum Schluss’ erreichte Platz sieben der Charts.

Anfang 2009 markierte einen Wendepunkt, denn Curse trennte sich von GUN Records und wechselte zu Four Music. Das Minialbum ‘20 Feuerwasser 10’ erschien zur Feier des zehnjährigen Jubiläums des Rappers als Beilage einer ‘Juice’-Ausgabe. Mit dieser EP verkündete Curse, er werde seine Rap-Karriere vorerst beenden. Als Mitglied von ‘The Achtung Achtung’, einer Indie-Rock-Band, beschritt er daraufhin neue musikalische Pfade. Außerdem war er als Texter für zahlreiche Musiker beschäftigt.

Ende 2014 kehrte Curse dann zurück: Erst erschien die Single ‘Wir brauchen nur uns’, dann das Album ‘Uns’ - als erste Platte seines eigenen Labels Indie Neue Welt. Erfolgreich wie nie platzierte sich der Long-Player direkt auf Platz fünf der Album-Charts.

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