Conrad Murray: "Ich habe Michael Jacksons Penis gehalten"

Michael Jackson und Conrad Murray
Der verstorbene Michael Jackson und sein Leibarzt Conrad Murray

Verstörendes Interview von Jackos Ex-Leibarzt

Von ärztlicher Schweigepflicht oder Respekt vor den Toten scheint Conrad Murray nicht besonders viel zu halten. Im ersten Interview nach seiner Haftentlassung hat er jetzt neue, extrem intime Details über die letzten Wochen im Leben von Michael Jackson preisgegeben. Es ist ein Interview das sprachlos macht.

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"Ich habe seinen Penis jeden Abend gehalten, um den Katheter anzupassen, weil er nachts inkontinent war", so der ehemalige Leibarzt des verstorbenen 'King of Pop' zur britischen 'Mail on Sunday'. "Er trug immer dunkle Hosen, denn nach jedem Toilettengang tropfte er stundenlang." Doch damit nicht genug der entwürdigenden Äußerungen. "Michael wusste nicht, wie man ein Kondom benutzt. Also musste ich es ihm überziehen."

Der Sänger soll seinem Arzt außerdem anvertraut haben, dass keines seiner drei Kinder von ihm sei. Mehr noch: Paris, Prince und 'Blanket' stammen Murrays Aussage zufolge von drei verschiedenen Vätern ab. Mit ihrer Mutter Debbie Rowe habe Jackson nie geschlafen.

Im Interview zeichnet Murray das Bild eines Mannes, der zuletzt extrem verwirrt gewesen sei. So habe Michael den Haushälterinnen sogar verboten, seine Unterwäsche zu waschen, weil er befürchtete, sie würden die dreckigen Schlüpfer stehlen und anschließend verkaufen. Weiterhin habe Jackson wiederholt behauptet, einer seiner Ärzte hätte ihn sexuell missbraucht, während er sediert war.

Auch über jene tragische Nacht, in der die Ikone ums Leben kam, ließ sich Murray aus. Der 60-Jährige, der seit dem 28. Oktober wieder auf freiem Fuß ist, behauptet nach wie vor steif und fest, nicht für Jacksons Tod verantwortlich zu sein. "Ich habe Michael Jackson nicht getötet", sagte er im Gespräch. "Er war ein Drogenabhängiger. Michael Jackson tötete versehentlich Michael Jackson. Ich glaube, dass er aufgewacht ist und sich einen geheimen Vorrat Propofol injiziert hat. Er tat es zu schnell und sein Herz blieb stehen." Das Gericht sah das etwas anders und verurteilte den Arzt wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Jahren Haft.

Was tatsächlich in der Nobelvilla in Holmby Hills und in jener nebulösen Todesnacht geschah, wird vermutlich für immer im Dunkeln bleiben. Ob das Buch, an dem Murray während seiner Haft geschrieben hat, die letzten Zweifel ausräumen kann, ist zweifelhaft.

Foto: dpa

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