Conchita Wurst: Russlands Kritik ist gut

Conchita Wurst
Conchita Wurst © Cover Media

Conchita Wurst (25) findet es gut, von manchen Politikern als Bedrohung wahrgenommen zu werden.

- Anzeige -

Ein "schönes Kompliment"

Kaum hatte die Travestiekünstlerin aus Österreich mit 'Rise Like a Phoenix' den Grand Prix für sich entschieden, ging ein Aufschrei durch die unterschiedlichsten Länder. Der russische Rechtsnationalist Wladimir Schirinowski sprach vom "Ende Europas", während der polnische Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski ihren Sieg als "Beweis für den Verfall des modernen Europas" bezeichnete. Gestern war Conchita zu Gast bei 'Stern TV' und konnte sich über die Kommentare nur amüsieren. Sie seien ein "schönes Kompliment", denn: "Wenn eine ganze Nation Angst davor hat, dass ein junger schwuler Mann in Damenklamotten mit Bart so meinungsbildend ist, dass er eine ganze Gesellschaft zum Bersten bringt, kann ich das nur als Kompliment sehen."

Die russische Bevölkerung sieht Conchita Wursts Sieg sowieso anders: Die Menschen sind begeistert von der ungewöhnlichen Sängerin und wählten sie im Telefonvoting beim ESC auf den dritten Platz. Gemeinsam mit dem 11. Platz der Fachjury erhielt die Östrreicherin immerhin noch 5 Punkte aus Russland. Jetzt downloaden russische Fans 'Rise Like a Phoenix' wie verrückt. Laut 'Digitaljournal.com' führt der emotionale Track bereits die iTunes-Charts an.

Dieser Erfolg passt auch zur Kampfansage, die Conchita Wurst bei 'Stern TV' machte: "Man muss mich nicht lieben, aber man muss akzeptieren, dass ich da bin. Denn ich gehe nicht mehr weg."

 

Cover Media

— ANZEIGE —