Conchita Wurst machte anfangs Fehler

Conchita Wurst machte anfangs Fehler
Conchita Wurst © Cover Media

Conchita Wurst (26) hat in ihrer Karriere nicht immer alles richtig gemacht. Die Sängerin ('Rise Like a Phoenix') gewann im vergangenen Jahr zwar den Eurovision Song Contest und wurde daraufhin sogar außerhalb Europas zum Star, dennoch blickt sie auf ihren Weg auch kritisch zurück. Der Österreicher Thomas Neuwirth steckt hinter der Kunstfigur Conchita, die 2011 erstmals ins Rampenlicht kam.

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Zu laut und zu lustig

"Wenn ich mir Interviews aus der Anfangszeit von Conchita Wurst anschaue, dann denk ich mir heute: Ach bitte, halt doch einfach den Mund. Damals dachte ich mir, dass ich mit der Kreation dieser Kunstfigur einen Befreiungsschlag setzen kann und endlich die Person im öffentlichen Leben verkörpere, die ich sein will. Aber im Nachhinein betrachtet hab ich dabei auch Fehler gemacht: Ich hab mich als Dragqueen präsentiert und mir gedacht, dass diese Dragqueen laut und lustig sein muss. Aber so bin ich eigentlich gar nicht: Ich war nicht authentisch", gab Conchita nun im Interview mit der 'Tiroler Tageszeitung' zu.

Der Eurovision Song Contest sei dann ihre Chance gewesen, ein neues Bild von sich zu zeigen. "Ich konnte ich selber sein und aufhören, Dinge zu tun, die ich gar nicht machen wollte. Und diese authentische Seite von mir scheint den Menschen gefallen zu haben", vermutete sie.

Während Conchita von der großen Mehrheit Europas gefeiert wurde, gab es nach dem Song Contest allerdings auch einige kritische Stimmen. Der russische Populist Wladimir Schirinowsk sagte etwa "das Ende Europas" voraus. Darüber kann die selbstbewusste Entertainerin nur lachen. "Mich amüsieren solche Aussagen", versicherte sie. "Und eigentlich müsste ich mich bei ihm ja bedanken: Glaubt der doch tatsächlich, dass ich in der Lage wäre, einen ganzen Kontinent ins Verderben zu stürzen. Das geht sich nicht ganz aus."

Am 23. Mai ist es wieder soweit: Ganz Europa blickt dank Conchita auf Wien, wo der ESC in diesem Jahr stattfindet. Neben den Moderatorinnen Mirjam Weichselbraun (33), Alice Tumler (35) und Arabella Kiesbauer (46) wird auch Conchita Wurst mit von der Partie sein, um aus dem Green Room zu berichten. Dem 'Kurier' verriet Conchita Wurst, dass sie deshalb schon richtig nervös ist:

"Moderieren ist nicht unbedingt meine Komfortzone. Aber prinzipiell ist es für mich doch entspannter als letztes Jahr."

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