Colin Firth rät zu moderner Technik

Colin Firth
Colin Firth © Cover Media

Minnegesang in der Moderne: Colin Firth (54) verglich Tinder-Chats mit den Minnegesängen aus früheren Zeiten.

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App als Amor

Der Schauspieler ('Magic in the Moonlight') und sein 'Kingsman'-Co-Star Taron Egerton (25) trafen sich mit dem britischen Magazin 'ShortList' zum Interview und kamen auf die neuen Wege der Partnersuche zu sprechen. Der Engländer ist seit 1997 verheiratet und hat dementsprechend nur theoretisches Wissen von Dating-Apps und Co.

"Ich bin neugierig, was das angeht, weil meine Dating-Tage in der Prä-Dating-Technologie-Zeit liegen. Was ist dieses Ding, das Tinder heißt?"

Nachdem Taron seinem älteren Kollegen eine kurze Erklärung über die App gab, bei der auf Basis von Fotos Kontakt zu Leuten in der näheren Entfernung hergestellt wird, mit denen man sich dann über einen Chat austauschen kann, war Colin hin und weg von dem Prinzip, wobei er eine ziemlich romantische Vorstellung davon offenbarte.

"Also ist Tinder eigentlich eine Rückkehr zu der Ära der vornehmen Liebe, in der ein Mann eher einen Song komponieren musste, anstatt in einem Pub einfach zu sagen: 'Willst du eins?' Ich glaube, dass das Einsetzen von vornehmen Fähigkeiten - dem geschriebenen Wort - Männern die Chance gibt, etwas zu formulieren, das nicht davon abhängig ist, jemandem etwas direkt ins Gesicht stottern zu müssen. Vielleicht ermöglicht Tinder es Männern, eine ordentliche Ouvertüre zu erschaffen?"

Sicherlich gibt es einige Frauen, die sich freuen würden, auf Tinder so vornehmen Herren wie Colin Firth zu begegnen, die sie mit ein wenig Romantik verwöhnen.

In Sachen Romantik besteht auch für die jüngere Generation Hoffnung: Taron Egerton verriet, wie er einmal so fasziniert von einem Mädchen in der U-Bahn war, dass er sie einfach ansprach, ihr sagte, wie umwerfend er sie finde und fragte, ob sie mit ihm ausgehen würde.

In diesem Moment des Interviews zeigte sich, dass der Hollywood-Newcomer noch etwas unerfahren ist, wenn es um die Presse geht, denn als er gefragt wurde, wie es mit dem hübschen Mädchen denn weiterging, wurde ihm plötzlich klar: "Oh Gott, das wird ja gedruckt ... Ähm, ich habe mir einen halben Tag an der Schauspielschule frei genommen und wir hatten ein Date", stammelte er, bevor er sich in seine generelle Meinung rettete: "Aber, egal wie viel ich mit Tinder anstellen könnte, es wird immer eine bessere Geschichte werden, wenn man jemandem im Regen seinen Schirm anbietet. Wenn Kinder ihre Eltern zehn Jahre später fragen, wie sie sich kennengelernt haben und die Antwort lautet: 'Ich habe deine Mama auf Tinder angeschrieben', ist das doch kein Start eines Liebesromans, oder?"

Die Antwort liegt im Detail: Wenn Papa Mama einen Minnegesang schickte, auf den sogar Colin Firth stolz wäre, hätte das durchaus romantisches Potential.

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