"Civil War" auf Rekordkurs: Fünf Gründe, warum jeder Marvel liebt

"Civil War" auf Rekordkurs: Fünf Gründe, warum jeder Marvel liebt
Nicht gut aufeinander zu sprechen: Captain America (Chris Evans, l.) und Iron Man (Robert Downey Jr.) © Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Zuerst der Traumstart in Europa, nun auch der Einstand nach Maß in den heimischen USA: "The First Avenger: Civil War" kann schon jetzt das stolze Einspielergebnis von beinahe 700 Millionen Dollar weltweit vorweisen. Ein Platz in der Top 10 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten scheint dem Comic-Streifen sicher. Dort tummeln sich bereits sage und schreibe drei Vorgänger-Filme aus dem Marvel-Universum: "Iron Man 3" rangiert auf Platz zehn, "Avengers: Age of Ultron" auf der sieben, dessen erster Teil "Marvel's The Avengers" gar auf der fünf. Aber was sind eigentlich die Gründe dafür, dass ein jeder das Franchise zu lieben scheint?

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Comic-Film auf Rekordkurs

Nicht jeder steht auf "düster"

Mit seiner "Dark Knight"-Trilogie hat Regisseur Christopher Nolan maßgeblich an der heutigen Renaissance der Comic-Verfilmungen beigetragen. Die Geschichte über Batman, welche die drei Filme von 2005 bis 2012 erzählten, wurde von ihm auf eine fast schon realistische Ebene gezogen und war vor allem eins: ungemein düster. Seither hat sich DC diese Grundstimmung für all seine Filme abgeguckt und sie etwa auf Superman in "Man of Steel" angewandt.


Doch was bei Batman alleine glänzend funktionierte, ist bei den anderen Recken des DC-Universums ungleich schwieriger, wie die mäßigen Kritiken von "Batman v Superman" zeigen. Die Konkurrenz von Marvel hingegen hat die massenkompatiblere Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit gefunden, indem der Schwerpunkt mit wenigen Ausnahmen auf den Humor gelegt wird. So bleibt die Gewalt zum Beispiel in den "Avenger"-Filmen stets so comic-haft, dass Eltern nicht die größten Sorgen haben mussten, mit ihrem Comic-begeisterten Nachwuchs eine Kinokarte zu lösen. Wenn man sich darauf einlässt, sind die Marvel-Filme Unterhaltung für (fast) die ganze Familie.


Robert Downey Jr. geht immer

Es hat schon einen Grund, warum Robert Downey Jr. als der bestbezahlte Schauspieler der Welt gilt. Egal, welche Rolle er verkörpert, der Mann legt eine Präsenz an den Tag, der man sich nur schwer entziehen kann. Die Rolle des großmäuligen Philanthropen und Selbstdarstellers Tony Stark alias Iron Man wurde ihm dabei regelrecht auf den Leib geschneidert. Ob inner- oder außerhalb des Kampfanzuges, ihm nimmt man die Rolle einfach ab, und das will bei einem Superhelden schon etwas heißen. Und wenn wir schon bei "Civil War" sind: Selbiges gilt auch für Chris Evans als "Captain America". Kein Wunder also, dass speziell ihr Aufeinandertreffen so gefeiert wird.


Ausgewogene Superhelden-Riege

Überhaupt ist die Heldentruppe der Avengers ausgesprochen homogen. Zumindest passen sie auf den ersten Blick besser zusammen, als es die Justice League rund um Batman und Superman tut. Natürlich sind auch bei Marvel einige Figuren, etwa Hawkeye (Jeremy Renner) oder Black Widow (Scarlett Johansson), Halbgott Thor (Chris Hemsworth), Übermensch Captain America oder Kampfmaschine Iron Man hoffnungslos unterlegen. Aber auch hier hilft der Filmreihe der weniger ernste Grundton im Vergleich zu den DC-Filmen. So verzeiht man ihm auch leichter den eigentlichen Unfug, einen Bogenschützen in den Kampf gegen die Alien- oder Roboter-Invasion mitzuschleppen.


Zudem gibt es bei Marvel derart viele Superhelden und Schurken, dass - wie bei "Civil War" eindrucksvoll gesehen - jeder einen Gegner seiner Kragenweite findet. So kloppt sich Hawkeye mit Black Widow, Vision beharkt sich mit Scarlet Witch, Black Panther geht auf den Winter Soldier los und Iron Man nimmt sich Captain America zur metallenen Brust. Im Vergleich dazu tat einem Batman in der finalen Schlacht an der Seite von Wonder Woman und Superman fast schon leid, so wenig wie er zum Kampf in "Batman v Superman" beitragen konnte.


Kurzweilige Action

Apropos Action: Die trifft bei Marvel zumeist nicht nur mit der Faust aufs Auge, sondern auch genau den Nerv der Zuschauer. Kurzweilig ist die beste Bezeichnung dafür, was keinesfalls negativ gemeint sein soll. Bei den "Avengers"-Teilen etwa darf man aufgrund der vielen Charaktere quasi alle fünf Minuten eine Szene erwarten, in der jeweils eine andere Figur ihr Können unter Beweis stellt - und die Talente der "Avengers" liegen nun mal größtenteils darin, böse Buben zu vermöbeln.


Erstaunlich viel Herz

Klar, die Highlights der Filme sind die bombastischen Gefechte zwischen Gut und Böse, oder wie zuletzt zwischen Gut und Gut. Die wenigen ruhigen Momente nutzt Marvel aber meist äußerst gekonnt, um die Charakter-Entwicklung voranzutreiben und einem die Figuren noch mehr ans Herz zu legen. Dass man die Motivation aller liebgewonnenen Beteiligten in "Civil War" verstehen kann, macht wiederum die Kämpfe zwischen beiden Lagern umso spannender - und das kommt beim Zuschauer einfach an.



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