Christian Berkel: Recherche ist das A und O

Christian Berkel
Christian Berkel © Cover Media

Christian Berkel (56) stellt die höchsten Ansprüche an sich selbst.

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Hohe Ansprüche

Der Leinwandstar ('Der Untergang') ist ab heute [24. Oktober] wieder im ZDF als Hauptdarsteller in der TV-Serie 'Der Kriminalist' als Viktimologe zu bewundern. In dem Fernsehkrimi verkörpert er die Rolle des kühlen Hauptkommissars Bruno Schumann, der seine Fälle als Viktimologe ermittelt, sie also aus der Sicht des Opfers angeht. Doch wie bereitet man sich auf so eine Rolle vor? "Akribisch, denn ich stelle hohe Ansprüche an mich selbst - schließlich will ich glaubhafte Figuren spielen", erklärte der Darsteller der 'Berliner Morgenpost' und erläuterte, wie die genaue Vorbereitung auf seine beliebte Serienfigur aussah: "Also habe ich im Internet alles über Viktimologen gelesen, habe Fachliteratur durchgeackert und echte Viktimologen getroffen. Das war höchst interessant und aufschlussreich." Natürlich ist dieses Berufsbild facettenreich, doch könne sich weder Christian Berkel, noch ein echter Viktimologen je an eine Sache gewöhnen: wenn Kinder betroffen sind. Solche Fälle würden einfach jedem unter die Haut gehen. "Jeder von uns kann eine mörderische Situation nachvollziehen - sind aber Kinder das Opfer, dann nicht. Das kann, das möchte man sich nicht vorstellen", sinnierte der Berliner.

Daher war die Rolle für den Zweifach-Vater auch kein Zuckerschlecken. Doch mithilfe seiner Recherche konnte er sich wenigstens bestens in seine Figur, die er so minimalistisch und undramatisch wie möglich verkörpern wollte, hineinversetzen. Im Gespräch mit 'Planet Interview' erklärte der Star nochmals, dass er sich mit vielen Polizisten unterhielt, um einen authentischen Einblick in die Arbeit zu bekommen. Doch wie darf man sich einen solchen Besuch auf der Polizeiwache vorstellen? Christian Berkel betonte, stets freundlich empfangen worden zu sein, da die Beamten merkten, dass er sie und ihren Beruf vollkommen ernst nahm. "Diese Menschen haben ein enormes psychologisches Talent und spüren sofort, ob das Interesse an ihrer Arbeit ehrlich oder nur vorgetäuscht ist", erklärte er der Publikation. Die Polizisten kritisierten aber auch die Umsetzung ihres Berufsbildes in den gegenwärtigen Krimis. "Wenn der TV-Kommissar alles aus dem Bauch heraus entscheidet und alles nur durch den richtigen Riecher gelöst wird, dann ist der Krimi aus Sicht der Polizeimitarbeiter nicht gelungen und zeigt ein falsches Bild."

Wie gut, dass sich Christian Berkel im Vorfeld so gründlich auf seine Rolle vorbereitet hat - dadurch hat er ja vielleicht den richtigen Riecher dafür, wie er sie so authentisch wie möglich darstellen kann.

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